Neuer König von Millingen ist Niklas Jakobi

Ein selten junger Thron hat die Millinger St. Quirinus-Schützenbruderschaft.
Ein selten junger Thron hat die Millinger St. Quirinus-Schützenbruderschaft.
Foto: FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
Gleich neun Königsbewerber wetteiferten um die Majesätenwürde bei der St. Quirinus-Schützenbruderschaft in Millingen.

Millingen..  Carina Döring hatte gestern die große Flatter. Nicht nur wegen des regnerischen und kühlen Sommerwetters, sondern vor allem vor Nervosität. Die 23-Jährige ist die neue Königin von Millingen und hat daher reichlich repräsentative Aufgaben zu erfüllen. Sie regiert an der Seite von Niklas Jakobi, der neuen Millingener Majestät der St. Quirinus-Schützenbruderschaft. Dessen 187. Schuss auf den Rumpf war ein Volltreffer und ließ den schon ordentlich gerupften hölzernen Vogel zu Boden sausen.

Eine Stunde und 52 Minuten

Gleich neun Aspiranten hatten in diesem Jahr auf den Holzvogel angelegt, der nach einer Stunde und 52 Minuten fiel. Neben Niklas Jakobi waren das Dennis Döring, Nikolai Müggenborg, Tobias Essink, Stefan Essink, Dennis Bergerfurth, Thomas Grönke, Kevin Otten und Marius Jansen. Sie und weitere fünf junge Männer haben seit fünf Jahren Geld für ihr Vorhaben, gemeinsam um die Königswürde zu wetteifern, angespart und den vergangenen Tagen entgegengefiebert. „Ich habe es jedem gegönnt“, sagte Carina Döring rückblickend über ihr neues Amt. Für sie ist alles noch ziemlich unwirklich, trotz schon am Sonntagabend vollzogener feierlicher Inthronisation.

„Es war unbeschreiblich, alles lief wie im Film ab“, bestätigte Niklas Jakobi über sein Befinden in den ersten Minuten nach dem finalen Schuss. Der Installateur weiß nur noch, dass Stefan und Tobias Essink ihn auf ihre Schultern hoben und ins Festzelt trugen.

Dass die gelernte Altenpflegerin Carina Döring seine Königin werden sollte, war schon vorher ausgemachte Sache gewesen. Übrigens: Schon im vergangenen Jahr hatte der Freundeskreis antreten wollen. „Wegen eines Trauerfalls haben wir dann aber verzichtet und es auf diesesm Jahr verlegt, weil es uns wichtig war, dass wirklich alle mitfeiern können“, teilte Niklas Jakobi mit. Der Thron umfasst 14 Paare, alles junge Leute nicht älter als 26 Jahre.

Insgesamt 205 Schüsse auf die Preise hatte Schießmeister Ludger Jordan gezählt. Die Preise sicherten sich: Thomas Renn (Krone), Josef Mäteling (Zepter), Hans-Bernd Schnelting (Reichsapfel), Max Sesing (Kopf), Steffen Knoppik (rechter Flügel) und Stefan Jansen (linker Flügel).

Armbrust-Schießen

Beim Armbrust-Schießen der Jungschützen (unter 14 Jahren) holte Ron Krämer den ersten Preis mit 30 Ringen, der zweite Preis ging an Martin Lehmkuhl mit 28 Ringen und Platz drei sicherte sich – mit ebenfalls 28 Ringen – Yannik Knist.