Neuer Amtsgerichtsdirektor eingeführt

Im Stadttheater wurde der neue Direktor des Amtsgerichts Emmerich,  Prof. Dr. Dirk Stalinski (rechts)   von dem Präsidenten des Landgerichts Kleve, Gerd Waldhausen, und der Präsidentin des Oberlandesgerichts Düsseldorf, Anne-José Paulsen, offiziell  eingeführt.
Im Stadttheater wurde der neue Direktor des Amtsgerichts Emmerich, Prof. Dr. Dirk Stalinski (rechts) von dem Präsidenten des Landgerichts Kleve, Gerd Waldhausen, und der Präsidentin des Oberlandesgerichts Düsseldorf, Anne-José Paulsen, offiziell eingeführt.
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Was wir bereits wissen
Justitia schmiss sich in Schale. Zur Feierstunde reiste auch die Präsidentin des Oberlandesgerichts Düsseldorf nach Emmerich an.

Emmerich..  „An Tagen wie diesen“ schmetterte der Chor der Lebenshilfe Groin vor großem Auditorium im Stadttheater. Anne-José Paulsen, Präsidentin des Oberlandesgerichts Düsseldorf, die Prof. Dr. Dirk Stalinski (54) als neuen Direktor des Emmericher Amtsgerichts offiziell einführte, war so begeistert, dass sie am liebsten mitgesungen und mitgetanzt hätte. Campino von den Toten Hosen hätte sich über die Musikeinlage bestimmt gefreut, meinte auch Gerd Waldhausen, der Präsident des Landgerichts Kleve.

Justitia hatte sich fein gemacht aus Anlass des Stabwechsels in dem mit 29 Mitarbeitern zwar kleinen, aber feinen Emmericher Amtsgericht. Der Reeser Bürgermeister Christoph Gerwers erinnerte sich an seine Referendariatszeit im gemütlichen Emmericher Amtsgericht. Und sein Emmericher Pendant Johannes Diks freute sich besonders darüber, dass Anne-José Paulsen Justitias Dependance an der Seufzerallee als „schön“ bezeichnete, als „hervorragend aufgestelltes Haus“.

Erst vor zwei Wochen war Paulsen hier und gab nach ihrer Visitation dem Amtsgericht eine 1 plus mit Sternchen, verriet Stalinski, der nun seit rund 100 Tagen neuer Behördenleiter ist, schrieb das Verdienst daran aber fairerweise seinem langjährigen Vorgänger Edmund Verbeet zu.

Acht Reden und Grußworte wurden gehalten vor Justitias versammelten Dienern: Richtern, Staatsanwälten, Anwälten, Schiedsleuten und Verwaltungsmitarbeitern. Bei allen hat „der Neue“ einen guten Eindruck hinterlassen. „Sie sind gut angekommen“, meinte Paulsen, die den neuen Behördenchef als „Kind des Klever Bezirks“ bezeichnete, weil Stalinski überwiegend im Klever Landgerichtsbezirk tätig war. Stalinski sei zupackend, pragmatisch und bescheiden. Karlheinz Schultze als Vorsitzender des Richterrates urteilte persönlich-freundlich: „Der Dirk ist ein feiner Kerl.“ Gab dann humorvolle Einblicke in den Alltag des Amtsgerichts mitsamt seines Kaffeekellers.

Als achter und letzter Redner trat dann Stalinski selbst ans Mikro. Er fühle sich ein wenig im Hörsaal an der Fachhochschule Südwestfalen in Hagen, wo er seit 1999 Dozent ist und eine Honorarprofessur innehat, aber: „So voll war der Hörsaal selten, eigentlich nie“, gab der gebürtige Westfale eine Kostprobe seines Humors und: „Es ist einfach toll hier zu arbeiten.“ So ganz unbeeindruckt schien er, Götz Alsmann zitierend, von der „ultimativen Lobhudelei“ nicht gewesen zu sein: „Und wenn das die eigene Frau mithört, ist das auch nicht schlecht...“

Der Lebenshilfe-Chor sang auch „Applaus, Applaus“ von den Sportfreunden Stiller, und den hatte er sich selbst redlich verdient.