Neue Investoren angeln
29.09.2009 | 19:00 Uhr 2009-09-29T19:00:00+0200Emmerich. Mit 500 Hektar Gewerbeflächen im Gepäck reist Hans-Josef Kuypers, der Wirtschaftsförderer des Kreises Kleve, zur ExpoReal nach München. Auf Europas größter Gewerbe-Immobilienmesse zeigt der Kreis mit seinen 16 Kommunen vom 5. bis 7. Oktober potenziellen Investoren, was er zu bieten hat.
Und das ist eine ganze Menge. Dank exzellenter Infrastruktur sind auch Filetstücke darunter. In einem Pressegespräch in Emmerich, der heimlichen Logistik-Hauptstadt des Kreises Kleve, verrieten Emmerichs Bürgermeister Johannes Diks, Hafen-Chef Ulrich Schnake und Rudolf Röhrl, Wirtschaftsförderer in Kleve, welche Projekte sie an die Interessenten bringen möchten.
„Raum für Investitionen - Kreis Kleve” lautet dabei die Werbebotschaft, die eine stattliche Delegation, darunter die komplette Stadtspitze aus Kleve, der geballten Investorenschar schmackhaft machen möchte – zum Beispiel in Emmerich im NettPark eine Restfläche von 40 000 qm oder im Logistik-Gewerbe-Park Stadtweide 25 000 qm und im Gewerbegebiet Ost II 3 800 qm.
Komplett verfügbar ist noch das 326 000 qm große Kasernengelände. Die Stadt würde der bundeseigenen BIMA das Areal gerne abkaufen. Über den Kaufpeis lägen die Verhandlungen in den letzten Zügen, erklärte Bürgemeister Diks gestern. Er hofft, auf der ExpoReal mit einem BIMA-Vorstand die Kaufpreisfrage „vertiefen” zu können.
Kleve will mehrere Projekte bewerben, wie Röhrl erläuterte. Kernstücke sind die Sanierung des Rathauses für 8,3 Mio. Euro und die Entwicklung des Minoritenplatzes für ca. 50 Mio. Euro. Ein Leuchtturmprojekt ist die neue Hochschule Rhein-Waal im Klever Hafen, in die 122,3 Mio. Euro investiert werden. Auch Gründungsrektorin Marie-Louise Klotz wird auf der ExpoReal erwartet, sagte Röhrl.
Ein Zugpferd neben dem Airport Weeze ist der Containerhafen Emmerich. Der Güterumschlag dort ist u.a. wegen der Krise um 5 Prozent zurück gegangen. Dies sei aber nicht dramatisch, so Hafenchef Michael Mies. Bis zum Jahresende rechne er aber mit einem Rückgang um 10 bis 15 %.
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