Neue Container für Asylbewerber

Solche Container für Flüchtlinge wie hier in Herne am Zechenring sollen auch in Isselburg aufgestellt werden.
Solche Container für Flüchtlinge wie hier in Herne am Zechenring sollen auch in Isselburg aufgestellt werden.
Foto: WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Unterkünfte für Flüchtlinge sollen Ende Januar kommen. Der Isselburger Stadtrat hatte den Kauf mit einem Dringlichkeitsbeschluss auf den Weg gebracht. Bürgermeister Geukes will Neubau weiter forcieren.

Isselburg..  „Keiner würde dort eigentlich freiwillig auch nur eine Nacht verbringen“, lautete die Aussage von Uwe Übelacker im Oktober 2013 nach einer Besichtigung des Flüchtlingsheimes in Isselburg. Schimmel, Unrat in den verwohnten Gebäuden hatten ihren eigenen Eindruck bei der Politik hinterlassen.

Diese fackelte auch nicht lange – und beschloss den Neubau eines Asylbewerberheimes. Seither ist wenig geschehen – zumindest in Sachen Neubau. Die Lage, was die Anzahl der Flüchtlinge angeht, aber schon. Diese wächst nicht nur deutschlandweit, sondern auch in Isselburg. Momentan sind es etwa 50 – darunter neun Kinder unter 13 Jahren. Daher sah sich die Stadt nun gezwungen zu handeln. Via Dringlichkeitsbeschluss beschloss die Politik, gebrauchte Container zur Unterbringung neuer Flüchtlinge zu kaufen.

Die nun gekauften Container bieten Platz für 20 bis 25 Flüchtlinge. Zudem haben sie einen Sanitär- und Küchenbereich. Wie Bürgermeister Rudi Geukes jetzt mitteilen konnte, sollen die Container, die nur eine Übergangslösung sein sollen, wohl Ende Januar 2015 aufgestellt werden. Zumindest wenn alles weiterhin nach Plan läuft.

Nach derzeitiger Lage „sind wir in Isselburg gleichzeitig sowohl im Bereich der Anmietung von Wohnungen, Anschaffung von Containeranlagen, als auch dem Neubau von Asylbewerberunterkünften aktiv, um eine kurzfristige Unterbringung der Asylbewerber gewährleisten zu können“, so Geukes. In vielen Sitzungen im Kreis Borken hätte es immer wieder einen Austausch der Informationen bezüglich der wachsenden Asylbewerberzahlen gegeben. Es sei immer deutlicher geworden, dass es eine „Gesamtaufgabe Flüchtlinge“ gibt.

Viele NRW-Bürgermeister hatten beklagt, dass sie bei der Bewältigung der Asylbewerberproblematik in weiten Teilen überfordert seien. „Es hilft uns hier in Isselburg allerdings nicht viel, wenn ich erfahren habe, dass andere Kommunen noch größere Probleme haben und verzweifeln“, so Geukes. Daher sorgt die Stadt nun selbst vor. Der Bürgermeister unterstrich auch, „dass wir bei der ganzen Diskussion nicht aus dem Augen verlieren, dass wir es mit traumatisierten Menschen aus Kriegsgebieten zu tun haben.“ Daher benötigten die Betreuung und Unterbringung dieser eine besondere Beachtung.