Neubau für 55 Millionen?

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Emmerich..  Bürgermeister Johannes Diks hat beim Business-Frühstück im PAN am Mittwoch noch weitere Themen angesprochen.
Schule: Emmerich hat aktuell steigende Schülerzahlen. Da ist es kein Wunder, dass die sechszügig laufende Gesamtschule womöglich im Sommer einen siebenzügige Jahrgang einrichtet. „Dann müssten wir auch räumlich etwas umplanen“, sagte Diks. Ferner sei es denkbar, bei steigenden Flüchtlingszahlen eine zweite Seiteneinsteigerklasse für die Kinder zu gründen, die kein Deutsch sprechen. Klar sei, dass ein Neubau für die Gesamtschule 55 Mio. Euro kosten würde: „Die Zahl steht fest“, so Diks. Bleibt man im Bestand an drei Standorten, müsste allerdings auch investiert werden. Etwa in eine neue Mensa am Grollscher Weg. Und man müsste energetische Einsparungen gegenrechnen, die ein Neubau bringen würde. So oder so, die Politik muss das entscheiden. Allerdings sieht Diks im Betrag 55 Mio. Euro, der fremd zu finanzieren wäre, schon eine Hürde. Aktuell habe Emmerich 16 Mio. Euro Schulden. Diks: „Ich würde als der Schulden-Bürgermeister in die Geschichte eingehen.“
Flüchtlingsheim: Zum Kauf des hinteren Teils des ehemaligen Kolpinghauses an der Oelstraße konnte sich Diks eine Spitze in Richtung André Spiertz (BGE) nicht verkneifen: „Hier ist ein Teil des Rates, nein, eigentlich ist es nur ein Ratsmitglied, das sich sehr damit beschäftigt. Der gute Mann nennt uns aber auch keinen anderen Ort, wo wir ein Flüchtlingsheim bauen könnten.“ Wie berichtet, hat Spiertz den per Dringlichkeitsentscheid durchgeboxten Kauf durch viele Fragen kritisch hinterfragt. Diks appellierte auch an die Gäste beim Businessfrühstück, freien Wohnraum zu melden. Es müssten weitere Flüchtlinge untergebracht werden.
Zum dritten A-3-Anschluss: Straßenbau NRW habe Diks versprochen, dass es noch in 2015 den ersten Spatenstich geben soll.

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