Brandstiftung
Mutmaßlicher Feuerteufel kommt aus Rheinland-Pfalz
03.09.2010 | 12:33 Uhr 2010-09-03T12:33:00+0200
Emmerich.Die Polizei hat den Feuerteufel wohl gefasst. Der mutmaßliche Täter kommt aus Rheinland-Pfalz und fuhr für die Brandanschläge nach Emmerich. Die Polizei fand Brandbeschleuniger in der Tasche des 33-jährigen Verdächtigen.
Diesmal scheint der Feuerteufel nicht davon gekommen zu sein. Die Polizei konnte in der Nacht zu Freitag einen 33-Jährigen festnehmen, der womöglich kurz zuvor sechs Autos angezündet hat. Ein ganz heißes Indiz spricht dafür, dass der Mann aus Rheinland-Pfalz der Täter ist: Er trug Brandbeschleuniger bei sich, als die Polizei ihn schnappte.
„Die Ermittlungskommission vernimmt den Verdächtigen“, erklärt Polizeisprecher Manfred Jakobi. Der Rheinland-Pfälzer wohnte von 2007 bis 2009 in Emmerich. Möglicherweise sei der 33-Jährige auch für die Brandstiftungen im August verantwortlich. Fälle in Kleve und Rees sind diesem Täter nicht zuzuordnen. Warum der Mann wieder nach Emmerich kam, sei zum aktuellen Zeitpunkt unklar, so Jakobi.
Etliche Polizisten im Stadtgebiet unterwegs
Offenbar hat die Polizei die Bedrohung durch den Feuerteufel sehr ernst genommen. Denn nachdem gegen 1.45 Uhr das erste Feuer gemeldet wurde, wimmelte es in der Stadt vor Polizisten: „So viele Polizisten im Stadtgebiet habe ich noch nie gesehen. Viele waren auch in Zivil unterwegs“, schildert Stadtbrandmeister Martin Bettray.
Der Reihe nach: Das erste Feuer um 1.45 Uhr wurde an der Alten ‘s-Heerenberger Straße gemeldet. Ein grüner Passat Kombi brannte im Frontbereich vollkommen aus, bevor die Feuerwehr das Feuer löschen konnte.
Die Polizei wurden bei der Anfahrt zu diesem Fall auf zwei weitere Brände aufmerksam. Ein Mercedes Vito und ein Fort Fiesta ebenfalls auf der Alten ‘s-Heerenberger Straße waren betroffen. Hier konnten die Polizeikräfte die Feuer jeweils im vorderen Bereich der Autos löschen.
Den vierten Brand stellte ein Anwohner an der Bredenbachstraße fest und löschte ihn selbst. Der Täter hatte hier einen Mercedes der E-Klasse im vorderen Bereich angezündet.
Auf der Dederichstraße versuchte ein weiterer Geschädigter seinen am linken Radkasten brennenden VW Passat mit einem Gartenschlauch zu löschen. Dies gelang ihm nicht. Die Feuerwehr löschte das zwischenzeitlich auf den Motorraum übergegangene Feuer dann letztendlich.
Heftig erwischte es einen VW Touareg, der auf dem Gebrauchtwagenplatz beim Autohaus Helmich auf der Seufzerallee stand. Dieses Auto erlitt erhebliche Schäden, bevor es von der Feuerwehr gelöscht wurde.
Eine Familie hat’s zum zweiten Mal getroffen
Zwei Minuten nachdem das letzte Feuer aufgefallen war, um 2.10 Uhr, gelang es der Polizei auf der Seufzerallee den 33-jährigen Verdächtigen festzunehmen. In nur 25 Minuten hatte er sechs Feuer gelegt. Den Brandbeschleuniger in Pasten-Form, den er bei sich trug, kannten die Polizisten nicht. Wofür dieser sonst genutzt wird, ist noch nicht geklärt. Die Ermittlungen gehen in Richtung schwere Brandstiftung.
Der Passat Kombi, den es an der Alten ‘s-Heerenberger Straße erwischt, gehört Philip Zimmermann. Das Auto stand auf der Einfahrt am Haus seiner Eltern. „Heute Nacht hat mich meine Mutter total aufgelöst angerufen, während mein Vater noch versuchte mit dem Gartenschlauch die Flammen zu bekämpfen. Das Feuer hätte auch auf das Haus übergreifen können. Das nimmt man schon persönlich“, sagt der 25-Jährige, der seine innerliche Aggression auch nicht verbergen wollte. Dort zu stehen, wo der Täter an seinem Auto zündelte, „das ist schon ein fieses Gefühl. Dass der hier nochmal zuschlägt...“
Hoffen, dass die Brandstiftungen ein Ende haben
Den Sachschaden der Fälle am Freitagmorgen schätzt die Polizei auf 30 000 Euro. Im August wurden weitere zehn Fahrzeuge in Brand gesetzt, zwei wurden durch die Feuer in Mitleidenschaft gezogen. Bei diesen zwölf Fahrzeugen liege der Sachschaden bei rund 85 000 Euro, erklärt Manfred Jakobi.
Jetzt hoffen alle Emmericher, dass die Brandstiftungen ein Ende finden. Die Verunsicherung ist deutlich spürbar. Selbst bei den Wehrleuten: „Selbst ich habe nach dem Alarm geguckt, ob ich mein eigenes Auto denn noch nutzen kann“, gibt Martin Bettray zu. Die Feuerwehr, die etwa um 3 Uhr wieder auf der Wache ankam, rückte mit 28 Mann und sechs Fahrzeugen des Zuges Stadtmitte aus.
Philip Zimmermann sah sich kopfschüttelnd Freitagnachmittag den Tatort an. Sein Vater fand am Mittag immer noch keine Ruhe. Mittagsschlaf? Keine Chance. Die Familie hat es doppelt getroffen. Bei den Fällen im August machte sich der Brandstifter auch am VW Sharan der Cousine, Jutta Koch-Galle, an der Straße Am halben Mond zu schaffen. „Da habe ich den einen Schock noch nicht überwunden, da kommt der nächste Fall hinterher“, sagte sie, als sie an der Alten ‘s-Heerenberger Straße eintraf.
15:41
Musste man ihn schon wieder freilassen?
01:53
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23:55
so schlecht ist tom tom nun auch nicht wer weiß ob ein anderes navi emmerich findet . emmerich hat glück das tom tom aus holland kommt und die so nett waren emmrich mit auf ihr system mit nrhmen :-))
recht virlen dank holland
18:30
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18:02
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18:00
war bestimmt ein Tom Tom
17:16
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16:26
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13:10
Super Leistung der Polizei und Feuerwehr. Danke vielmals. So fühlt man sich doch gleich wieder sicherer!!!