Musikalische Reise nach Hamburg

Was wir bereits wissen
Die Isselburger Katharina Zey und Tim Hakvoort fahren zum Bundeswettbewerb Jugend musiziert, der über das Pfingstwochenende in der norddeutschen Hansestadt stattfinden wird

Isselburg..  Musik im Blut haben die beiden. Bereits in ganz jungen Jahren waren sich Katharina Zey und Tim Hakvoort ganz sicher, auch einmal Musik machen zu wollen, denn vorbelastet sind sie von Zuhause. Die Eltern von Katharina Zey spielen beim Isselburger Blasorchester und Christian Hakvoort, der Vater von Tim, greift gern zur Klarinette.

Heute gehören die beiden zu den Musikern des Jugendblasorchesters Isselburg, haben auf Landesebene schon viele erste Preise gewonnen und waren im Vorjahr auf Bundesebene ebenfalls mit dritten Preisen sehr erfolgreich. Bei der ersten Teilnahme an einem Musikwettbewerb auf Landesebene waren die beiden gerade mal elf Jahre alt und holten in ihrer Altersgruppe erste und zweite Preise.

Laufbahn in der Musikschule

Mittlerweile ist Katharina Zey 17, geht in Rees aufs Gymnasium und denkt darüber nach, auf Lehramt zu studieren, um später Kindern Musikunterricht zu geben. Bereits mit vier Jahren gehörte sie zu den Früherziehungsschülerinnen der Musikschule Bocholt-Isselburg-Rhede. Danach war der Unterricht auf der Blockflöte angesagt und zwei Jahre später hat sich die junge Dame für das Fagott entschieden. Mittlerweile beherrscht sie dieses Instrument ausgezeichnet und wird beim Bundeswettbewerb 2015 in Hamburg in der Mozarthalle am 25. Mai mit der Sonatine von Tansman, Concerto in C-Moll von P. v. Winter und der Sonate von Camille Saint-Saens versuchen, die Juroren zu beeindrucken.

Ebenfalls 17 Jahre alt ist Tim Hakvoort. Er hat mit sieben Jahren direkt auf der Klarinette angefangen. „Mein Vater spielt auch Klarinette. Er hat mir immer davon vorgeschwärmt, dass Musik machen ganz viel Spaß macht“, erzählte der junge Musiker. „Darum habe ich mich für die Klarinette entschieden.“ Musizieren mache nach wie vor eine ganze Menge Spaß, auch wenn viele Dinge ab und zu zurückstecken müssen, weil so ganz von allein wird man ja kein so guter Klarinettist. Neben seiner Ausbildung zum Konstruktionsmechaniker ist noch Zeit, sich auf so wichtige Wettbewerbe vorzubereiten. Beim Bundeswettbewerb in Hamburg stellt er sich der Jury mit Capriccio von H. Sutermeister, Elegio von Busoni und dem Solo de Concours von Andre Messager.

„Wenn wir wieder einen dritten Preis mit nach Hause nehmen“, versichern die zwei Isselburger Musiker, „dann sind wir sehr zufrieden.“ So ganz frei von Lampenfieber sind die beiden auch nicht, obwohl sie viel geübt haben, wie sie versicherten.

Zur Unterstützung fahren nicht nur Birgitta Koriath, die die beiden in Hamburg auf dem Klavier begleitet, und Guido Schrader, der Leiter der Musikschule Isselburg, mit. Die beiden Musiker werden ebenfalls von ihren Eltern und der 14-jährigen Schwester von Katharina begleitet — die alle natürlich ganz fest die Daumen drücken werden.