Münzgebühr ist kein Thema

Emmerich..  Das neue Jahr begann für Sparkassenkunden mit einer Überraschung. Wer gesammeltes Kupfergeld auf das Konto einzahlen wollte, der wurde mit einer Gebühr über fünf Euro verblüfft, die seit 1. Januar fällig wird. Ist jedenfalls bei Sparkassen in Duisburg so, wenn mehr als 50 Münzen über den Tresen wandern.

Bei 51 Zehn-Cent-Stücken beispielsweise bedankt sich der Kassierer am Schalter artig und überweist genau zehn Cent auf das Kundenkonto. Der wertvolle Rest findet sich im weiten Orbit der „Bearbeitungsgebühren“ wieder. Also jenseits von Sparbüchern oder Kundenkonten.

Für die Stadtsparkasse Emmerich-Rees kommt eine solche Gebühr auf absehbare Zeit nicht in Frage, wie Markus Jansen gestern auf NRZ-Anfrage versicherte. „Unsere Privatkunden zahlen für eingereichte Münzen nichts. Das gilt allerdings nur für Kunden der Sparkasse. Und bei gewerblichen Kunden gibt es je nach Münzaufkommen auch Sonderregelungen“, erklärte der Sprecher des Vorstandsstabes. Die Mitarbeiter hinter der Kasse schütten mitgebrachte Münzen also weiter unentgeltlich in den Zählautomat. Das Aufkommen an der Kasse sei nicht so hoch, dass es zu viel Zeit oder Automatenwartungen kostet.

Auslöser der Gebühr in Duisburg war ein neuer Passus in der Bargeldprüfverordnung der Bundesbank. Die verpflichtet Kreditinstitute, Münzen auf Echtheit zu überprüfen. Alte D-Mark-Münzen, ausländisches Geld oder sonstige nicht in Deutschland geltenden Kupferstücke, die „zufällig“ ins Päckchen geraten sind, müssen aussortiert werden.