Momo I ist nun im Amt
14.11.2010 | 17:02 Uhr 2010-11-14T17:02:00+0100Emmerich.Einmal ein schmucker Prinz sein, im Karneval: Der wohl bekannteste Karnevalsschlager ist für Hans-Werner „Prinz Momo I.“ Mumbeck und seine Prinzessin Christa I. jetzt Wahrheit geworden.
Nach 25 Jahren aktiven Narrendaseins wurden die beiden am Wochenende als Prinzenpaar des Groß Emmericher Carnevals Komitees, und somit Regenten über die Emmericher Narren für die Session 2010/11, proklamiert.
„Wir haben für euch das wildeste Publikum aufgetrieben das wir finden konnten“, freute sich GECK-Sitzungspräsident Bernd Schugt über das volle Stadttheater. „Dass wir immer wieder ausverkaufte Häuser haben zeigt uns, was für einen hohen Stellenwert der Karneval in Emmerich einnimmt.“
Prinz fühlt sich auf der Bühne wie zuhause
Das frischgebackene Prinzenpaar, das mit seiner 33-köpfigen Garde unter Hauptmann Frank Giesbers das größte Gefolge in der Geschichte des Emmericher Karnevals vorweisen kann, wurde von der ersten Sekunde an mit Jubel und Applaus gefeiert. „Nach der ganzen Aufregung hat man nun bei all den bekannten Gesichtern das Gefühl zuhause in seiner Garage zu sitzen und gemütlich ein Bier zusammen zu trinken“, brachte Momo I., der seinen Spitznamen nicht etwa von Michael Endes Romanfigur, sondern vielmehr aus der „Eis am Stiel“-Filmreihe hat, seine ersten Eindrücke des Prinzendaseins zum Ausdruck. Das Motto der Session, „Ein Käfig voller Narren“, hat das Paar zusammen mit der Garde mit Bedacht ausgewählt: Es soll die Einheit aller Emmericher Vereine, von Elten bis Praest unter dem Dach des GECK ausdrücken. Ihre Garde präsentierte erstmals ihr Lied und ihren Tanz, für den sie sich die Titellieder verschiedener Serienklassiker wie „Bugs Bunny“ oder „Pink Panther“ geliehen hat um sie mit klassischen Marschelementen zu vermischen.
Einige Gäste waren gekommen, um dem Prinzenpaar ihre Wünsche für die lange Session auszusprechen. So auch Vizebürgermeister Peter Hinze, der sich in seiner Glückwunschrede fast verplapperte und den vollen Namen der Prinzessin verriet. „Hat bestimmt keiner verstanden“, hoffte Bernd Schugt unter dem Lachen des Publikums. Mit seinem Geschenk für das Paar machte Hinze seinen kleinen „Ausrutscher“ wieder gut: Momo I., Hausmeister im Willibrord Gymnasium und somit von der Stadt beschäftigt, besitzt nun neue Arbeitskleidung mit dem Schriftzug „Momo, der erste echte Stadt-Prinz“. Auch Prinzenpaar und Garde waren nicht mit leeren Händen gekommen: Sie schenkten der Stadt ein auf Emmerich umgemünztes Monopoly-Spiel. Einige Ereigniskarten las Momo I. selber vor: „Du kaufst eine Wohnung über einem Gastronomiebetrieb auf der Rheinpromenade und ärgerst dich nun über den Lärm. Zahle 200 Euro für ‘Meckern’.“
Nachdem Peter Hinze Momo I. schließlich die offizielle Kette des Karnevalsprinzen umgelegt hatte, konnte Bernd Schugt die offiziellen Titel des Prinzenpaares verraten: Im Hinblick auf seinen Beruf und seine Vorliebe für Wohnwagen wird Momo I. den Beinamen “de Concierge met de mobile Auberge“, tragen. Seine Prinzessin, Krankenschwester Christa I., startet als „de Komtesse van de Kompresse“ in die Session.
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