Moderne Tonsprache gewählt

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Das Frühlingskonzert des Isselburger Blasorchesters begeisterte die rund 450 Besucher in der Stadthalle Werth restlos

Isselburg..  Ein wenig aufgeregt war Marie Tekolf. Kein Wunder, stand die Elfjährige in der Werther Stadthalle beim Frühlingskonzert des Isselburger Blasorchesters zum ersten Mal mit ihrer Querflöte auf der Bühne. Unter den rund 450 Zuschauern waren auch ihre Eltern, die Tante und zwei Cousins. „Aber ich habe gut geübt“, gestand die junge Dame, „und freue mich darauf.“ Dann präsentierten die Kinder des Vororchesters unter Leitung von Ralf Schmittkamp, was sie in den vergangenen Jahren gelernt hatten. Mit „Rock about“ des belgischen Komponisten Waignein eröffneten sie das Frühlingskonzert und nahmen dann die Zuhörer mit „Paolo’s Paso Doble“ und „Theresa’s“ Tango“ von Peter Kleine Schaars mit aufs Tanzparkett, bevor sie mit „Spookyville“ einem humorvollen Stück von Edward Kennedy sich ihren verdienten Applaus abholten.

Die japanische Kirschblüte war dann das erste Thema beim Jugendblasorchester. Unter Leitung von Guido Schrader entführte der Komponist Kagi Tyamatsu die Musikfreunde mit verschiedenen Variationen des japanischen Volksliedes „Sakura“ in den japanischen Frühling.

Die moderne Tonsprache des Stückes „Euregio“ von Kurt Gäble und einen nach vorne treibenden Grundrhythmus stehen für das visionäre Ziel einer vielseitig kulturellen und doch einheitlichen Europas und wurde unter der Leitung von Martin Alofs hervorragend dargeboten. Mit den „Chroniken von Narnia – Prinz Kaspian“ die Bruce Bernstein nach der Musik von Harry Gregson-Williams für Blasorchester arrangiert hat, wurden die Zuhörer in die zauberhafte Märchenwelt von Narnia entführt.

Zwischenapplaus für Tim van Hal

Mit „A Night at the movies“ verabschiedete sich das Isselburger Jugendblasorchester. Jedoch ohne Zugabe kamen die jungen Leute nicht von der Bühne. „Welcome to the Jungle“ mit Tim van Hal als Solist am Schlagzeug erhielt schon während der Aufführung eine Menge Zwischenapplaus.

Grandios war dann das Isselburger Blasorchester. Eindrucksvoll präsentiere es unter der Leitung von Wolbert Baars „Egmont“ des belgischen Komponisten Bert Appermont. Mit zwei bekannten Melodien, die sicherlich jedem der Zuhörer bekannt waren, ließ das Blasorchester das Frühjahrskonzert ausklingen. Mit „Boléro“ des französischen Komponisten Maurice Ravel in der Bearbeitung des Briten Christopher Wormald.

Überwältigt war dann das Publikum von den „Erinnerungen an Zirkus Renz“ des Komponisten Gustav Peter. Als Werk der Zirkusmusik ist es ebenso beliebt wie als unterhaltsames und effektvolles Xylophon-Solowerk. Als Solist am Xylophon erlebten die Zuhörer einen großartigen Ralf Schmittkamp und sie sparten dann auch nicht mit vielen Bravo-Rufen und einem nicht enden wollenden Applaus. Das Blasorchester verabschiedete sich mit einer außergewöhnlichen Ausführung von „Alte Kameraden“ und die meisten Zuhörer freuen sich schon heute auf das Wohltätigkeitskonzert kurz vor Weihnachten.