Mit Albert Einsteins Weisheit in ein neues Leben

Das sind die erfolgreichen Willibrord-Abiturienten in diesem Jahr.
Das sind die erfolgreichen Willibrord-Abiturienten in diesem Jahr.
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Was wir bereits wissen
Die 83 Abiturienten des Willibrord-Gymnasiums in Emmerich feierten am Samstag ihren letzten Schultag. Auch Bürgermeister Johannes Diks hatte ein paar gute Ratschläge parat.

Emmerich..  Keinen Geringeren als Relativitätsforscher Albert Einstein führte Bürgermeister Johannes Diks ins Feld. „Weisheit ist nicht das Ergebnis der Schuldbildung, sondern des lebenslangen Versuchs, sie zu erwerben.“ Die zeitlos kluge Anmerkung des humorvollen Wissenschaftlers, der vor fast genau 60 Jahren das Zeitliche gesegnet hatte, regte die 83 Abiturienten des Willibrord-Gymnasiums ein wenig zum Nachdenken an.

Diks beruhigte natürlich seine jungen Zuhörer, die am Tag zuvor schon zünftig ihren Schulabschluss gefeiert hatten. „Sie sind vielleicht noch nicht wirklich weise geworden in den vergangenen Jahren am Willibrord-Gymnasium. Doch die Grundlagen dafür haben sie gewiss gelegt.“

Ob die höchste Schulform Deutschlands die Absolventen auf das Leben wirklich (gut) vorbereitet hat? Diesen Diskussionsstreit dürfte es nicht nur in Emmerich geben. Zwar wird nicht mehr „Watt is en Dampfmaschiin?“ gefragt. Wie Diks aus der „Feuerzangenbowle“ mit dem berühmten Heinz Rühmann und seiner Pennäler-Figur „Pfeiffer“ (ja, mit drei „F“) zitierte. „Es geht auch um soziale Kompetenzen und um Werte, nicht nur um Wissen“, hob Diks hervor. Teamfähigkeit und sicheres Auftreten seien in der Berufswelt in den vergangenen Jahren Qualifizierungsmerkmale geworden. Gleichwohl sei das Abitur als höchster Schulabschluss zwar Gutschein, aber nicht mehr Freifahrtschein für eine Karriere.

Schulleiterin Inge Hieret-McKay hob hervor, dass immerhin in 15 Zeugnissen die „1“ vor dem Komma steht. Keine Selbstverständlichkeit. Merkte aber auch kritisch an, dass „manche Schüler glauben und posten, dass sie viel nutzloses, antiquiertes Wissen lernen mussten“. Ob dem so sei, ist natürlich eine Frage des Individuums.

Aber genauso geht es nun für die meisten in den neuen Lebensabschnitt. Individuell gehe man in die Welt nach draußen, um sie zu erforschen und sie vielleicht auch mitzugestalten, wie McKay hervorhob.

NIcht als Euphorie sehen

Die Schulleiterin warnte aber davor, das bestandene Abitur nicht als Euphorie zu sehen, im besten Falle die Welt zu retten oder zu verändern: „Analysieren sie die Welt, bevor sie mit Bedacht handeln! Erkennen sie sich selbst vor allem mit ihren Stärken, bedenken sie ihre Schwächen, bevor sie handeln.“

Das sind die 83 Abiturienten 2015 am Willibrord-Gymnasium:

Emre Akbas, Sven Arens, Laurens Banning, Maureen Bartels, Constanze Benning, Motitz Billen, Florian Blümlein, Manuel Botz, Ida Brattinga, Merten Bülter, Jaqueline Burgers, Malvina Camp, Gina Deck, Jennifer Deckers, Isabell Derksen, Kathrin Derksen, Janine Franken, Pia-Katharina Gast, Fabian Geerling, Dominique Giesbers, Devin Gödden, Lorena Großer, Judith Hannen, Nils Hermsen, Maya Heßeling, Ronja Heßeling, Marek Hülkenberg, Jonas Janßen, Nils Jonalik, Lina Kempkes, Lukas Kind, Linus Klaßen, Joel Knümann, Steffen Kock, Celina Köster, Lennart Krothaus, Fiona Kummetat, Melina Kummetat, Vivien Kummetat, Simon Lebbing, Aaron Loock, Jonathan Loock, Miriam Lörx, Patrick Matuszewski, Steven Matuszewski, René Methfessel, Giannina Neerincx, Rainer Offergeld, Lea Oimann, Daniela Ophees, Munis Özden, Carolin Pelser, Kira Peters, Luisa Peters, Marie Peters, Greta Plenkers, Jennifer Portugall, Niklas Reich, Niklas Reims, Yannic Reims, Anne Reinen, Carlotta Rennecke, Marvin Schill, Julia Schlaghecken, Helen Scholz, Carolin Sigmund, Julia Smits, Kim Stange, Anna-Lena Steinweg, Lena Tück, Frauke van Dillen, Sina van Emmerloot, Sabrina van Haaren, Dario van Heek, Pascal van Nüß, Thomas Vehreschild, Susann Volkmar, Lara Welmans, Niklas Weyenberg, Andy Wiets, Maike Winzer, Carina Wolters, Jill Zielke.