„Minstrels of Hope“ singen in Emmerich für Manilas Kinder

Freuen sich auf Emmerich: (von links) Donna Sara Rabino, Rosalina Tuayon, Chris Gali Alde und Beverlyn Renoria.
Freuen sich auf Emmerich: (von links) Donna Sara Rabino, Rosalina Tuayon, Chris Gali Alde und Beverlyn Renoria.
Foto: FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
Die Evangelische Kirche in Emmerich freut sich auf ein besonderes Konzert. Die „Minstrels of Hope“ singen am 10. Mai in der Christuskirche. Für benachteiligte Kinder und Jugendliche auf den Philippinen.

Emmerich..  26 Flugstunden hatten sie bewältigt. Dazu noch sechs Stunden Zeitunterschied in den Beinen. Doch Beverlyn, Donna Sara, Chris Gali und Rosalyn lächeln. „Unsere Reise ist doch viel weniger Stress als wir ihn in der Heimat haben“, sagt Englisch-Lehrerin Beverlyn Renoria. Heimat sind die Philippinen. Die südostasiatische Inselgruppe ächzt schwer unter Armut, in der Hauptstadt Manila unter Luftverschmutzung, unter chaotischem Verkehr. Und auch unter Extremwetter. Da gerade auch Kinder leiden, sind Beverlyn, Donna Sara, Chris Gali und Rosalyn für acht Wochen in Deutschland unterwegs.

Das Quartett gehört zu den elf jungen Frauen, die den Chor „Minstrels Rhythm of Hope“ bilden. Der gibt 31 Konzerte. Eines davon in der Christuskirche am Geistmarkt. Unterstützt vom Jugendchor St. Josef Bocholt sowie den Hansa-Musikanten der Familienbildungsstätte. Am 10. Mai um 16 Uhr erhofft die Evangelische Kirchengemeinde gut gefüllte Stühle und Bänke. Beim Konzert 2005, dem ersten der „Minstrels“ in Emmerich, waren 350 Gäste dabei.

Organisiert wird die Reise von der Bocholter Straßenkinderhilfe „Kaibigan Philippinen“. Josef Schwarz kümmert sich um die Gruppe von Musik-Manager Jun Mapa, die in einer Pension am Europahaus ihr Domizil bis Mitte Juni aufgeschlagen hat.

Die Chormitglieder singen, um ihre Projekte in der Heimat finanzieren zu können. „Sharing our best with the least“ heißt das Leitmotiv der sozialen Arbeit mit Kindern und Jugendlichen. Übersetzt: Das Beste mit denen teilen, die am Rande der Gesellschaft leben. Davon gibt es gerade in Manila eine Menge.

Schule kostet im Land, das einst der portugiesische Eroberer Magellan im Namen der spanischen Krone okkupiert hatte. Das können sich arme Familien nicht leisten. Deshalb bieten die Chormitglieder Englisch-Kurse, Seminare, Workshops, um so Armut und soziale Unterentwicklung zu bekämpfen. „Es geht auch darum, Angebote zu machen, die die vorhandenen Talente der Kinder und Jugendlichen fördern“, sagt Rosalina Tuayon.

Verbunden mit der großen Deutschland- und Niederlande-Tour ist auch ein Abstecher nach Rom. Mittwoch in einer Woche ist die Crew im Petersdom.