Michael Eiden wird Pfarrer in Rees

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Was wir bereits wissen
Derzeit ist der 45-jährige Priester als Pfarrverwalter in Kleve-Kellen eingesetzt. Im kommenden Jahr werden nach dem Ausscheiden von Pfarrer Marian Szalecki die Gemeinden St. Irmgardis und St. Georg/St. Quirinus zusammengeführt.

Rees..  Gertrud Nyssing war die Freude am Telefon anzuhören: „Wir haben einen neuen Pfarrer!“ Gestern hatte die Vorsitzende des Pfarreirates St. Irmgardis die dankbare Aufgabe, die freudige Botschaft kundzutun. „Michael Eide, derzeit Pfarrverwalter in der katholischen Pfarre Heilige Dreifaltigkeit in Kleve-Kellen, wird am 13. September in Rees als neuer Pfarrer eingeführt.“ Als Nachfolger von Pastor Michael Wolf.

Am Montagabend waren die Mitglieder aller Kirchengremien zusammengekommen. Was zu diesem Zeitpunkt auch die Hauptamtlichen nicht wussten: Der zukünftige Pfarrer wird sich vorstellen. Aus diesem Grund leitete Pfarrer Theo van Dornick, als Definitor des Dekanats, die Versammlung.. „Wichtig war uns“, erklärte Pastoralreferentin Barbara Bohnen, dass auch die Vertreter des Gemeinderates aus Haldern und Millingen an der Versammlung teilnehmen. Denn dies hatte das Bistum bereits vor drei Wochen bekanntgegeben: Mit dem Ausscheiden von Pfarrer Marian Szalecki, der im kommenden Jahr 65-jährig in den Ruhestand geht, werden die Gemeinden zusammengelegt. Zu diesem Zeitpunkt wird Michael Eiden auch Pfarrer von Millingen und Haldern und somit zirka 15 000 Katholiken in Rees betreuen.

Michael Eiden, Jahrgang 1970, stammt aus Datteln, machte sein Abitur am Wirtschaftsgymnasium in Recklinghausen und studierte Theologie in Münster und Wien. Im Jahr 2000 wurde er in Münster zum Priester geweiht. Sein erstes Gemeindejahr führte ihn nach Borken in St. Remigius , damals die größte Gemeinde im Bistum. Seine erste Kaplanstelle trat er in den Pfarreien Alpen-Menzelen-Bönninghardt an. Dreieinhalb Jahre war er als Spiritual auf der Gaesdonck tätig, dann Kaplan in Rhede.

Mehrere Stationen als Verwalter

Als Pfarrer wurde er 2008 in Velen-Ramsdorf eingesetzt, wo er bis Februar 2014 tätig war. Nach einer von ihm gewünschten Auszeit sprang Michael Eiden nach dem plötzlichen Tod eines Pfarrers in Rheine als Pfarrverwalter ein, bevor er ebenfalls als Pfarrverwalter die Nachfolge von Pfarrer Bernd de Baey in Olfen übernahm. Dieser wechselte ja, wie bekannt, nach Emmerich. Nachdem die Olfener Gemeinde einen neuen Pastor fand, übernahm Michael Eiden in der ersten Fastenwoche dieses Jahres die Pfarrverwaltung in Kellen. Wohl wissend, dass er als Pfarrer in Rees vorgesehen ist.

Um so erfreuter war der katholische Geistliche, der nach seiner Vorstellung am Montag auf das Wahlergebnis der Anwesenden warten musste, über deren einstimmiges Votum.

Michael Eiden kennt Rees von Spaziergängen am Rhein. „Die Kirche habe ich noch nicht von innen sehen können. Als ich inkognito dort war, war sie verschlossen.“ Freudig überrascht hat ihn, „dass so viele junge Leute in den Räten sitzen“. Und dass die Kirchenmusik in Rees einen hohen Stellenwert hat. „Ich lege Wert auf gute Liturgie“, gibt der Priester zu, der am 13. September um 15 Uhr in sein Amt eingeführt wird.

Gut angekommen ist am Montag bei der Vorstellung seine Offenheit, auch, was die persönliche Auszeit betrifft. Mit dem Thema Fusion ist Pfarrer Eiden durch die Arbeit in den verschiedenen Seelsorgeeinheiten bestens vertraut. „Fusion bedeutet in der Wirtschaft, der eine schluckt den anderen. Das soll bei uns nicht so sein. Vielmehr wollen wir die Gemeinden zusammenführen.“ Sehr bewusst trägt Michael Eiden ein Collarhemd. Denn als Priester will er für alle erkennbar sein.