Mehr Züge, längere Schließzeiten
21.07.2010 | 11:22 Uhr 2010-07-21T11:22:00+0200
Emmerich.Der Zugverkehr hat in den letzten zehn Jahren um ein Drittel zugenommen, und die Schranken sind doppelt so lang geschlossen wie 1999.
Das ist das Ergebnis der jüngsten Erhebung am Löwentor durch die Stadtverwaltung. „Für uns ist wichtig, Zahlen bei der Hand zu haben, wenn wir zum Beispiel mit Bürgern diskutieren“, sagte Stadtsprecher Herbert Kleipaß: „Die Bahn gibt uns solche Zahlen nicht. Da verlassen wir uns auf unsere eigenen Stoppuhren.“
Zum fünften Mal nach 1999 hat die Stadt sämtliche Bahnverkehre über 24 Stunden gezählt. Ergebnis: 105 Züge wurden am Löwentor registriert, darunter 16 Personenfernverkehrszüge, 72 Güterfernverkehrszüge und 17 Rangier- und Einzellokfahrten. Personen-Regionalzüge starten und enden im Bahnhof. Sonst wären es noch mehr.
Personenverkehr
nimmt ab
Im Vergleichszeitraum 1999 war die Gesamtzahl der Zugbewegungen mit insgesamt 75 geringer, der Anteil des Personenfernverkehrs (21 Züge in 1999) hat zwischenzeitlich abgenommen. Eine deutliche Steigerung gibt es bei den Güterzugmengen (seinerzeit lediglich acht). Die Anzahl der Rangier- und Einzellokfahrten (46 im Jahre 1999) hat sich deutlich reduziert (Mehr-stromloks bei den ICEs).
Die Gesamtschließzeit der Schranken betrug acht Stunden und rund 24 Minuten. Das ist mehr als ein Drittel des Gesamtzeitraumes überhaupt. Noch deutlicher wird der Trend zu längeren Schließzeiten, wenn man den Vergleich mit den Vorjahren zieht. 1999 waren es vier Stunden und sieben Minuten, 2005 aber schon fünf Stunden und 34 Minuten.
Der Schienenverkehr hat sich zu Gunsten des Güterfernverkehrs verändert. Zählt man die Rangierverkehre zu den Güterverkehren hinzu, die nur der Ankoppelung von Waggons, Containern oder Kesselwagen bei der Zusammenstellung von Zugeinheiten im Emmericher Bahnhof dienen, beträgt der dem Güterverkehr dienende Schließzeitenanteil 90 Prozent, der Zeitanteil des Personenfernverkehrs beträgt gerade einmal zehn Prozent, teilte Kleipaß weiter mit.
Die längsten Schließzeiten wurden zwischen 22 und 9 Uhr morgens verzeichnet, in denen auch der Hauptteil der Zugbewegungen stattfand. Die Hauptlast der Güterverkehre wird in den Nachtstunden transportiert, sieht man einmal von zwei Spitzen tagsüber zwischen 11 und 12 sowie zwischen 15 und 16 Uhr ab.
Der Trend zu längeren Güterzügen mit durchschnittlich 30 bis 50 Einheiten hält an. Sie transportieren deutlich mehr Güter, insgesamt 2 667 Einheiten, davon 449 Kesselwagen. 1999 waren es noch 700 Einheiten, davon nur elf Kesselwagen, im Jahre 2005 bereits 1 254 Einheiten, davon waren 108 Kesselwagen.
Der Zugverkehr hat sich in den letzten zehn Jahren verdreifacht, und die Schranken sind doppelt so lang geschlossen wie 1999.
Das ist das Ergebnis der jüngsten Erhebung am Löwentor durch die Stadtverwaltung. „Für uns ist wichtig, Zahlen bei der Hand zu haben, wenn wir zum Beispiel mit Bürgern diskutieren“, sagte Stadtsprecher Herbert Kleipaß: „Die Bahn gibt uns solche Zahlen nicht. Da verlassen wir uns auf unsere eigenen Stoppuhren.“
Zum fünften Mal nach 1999 hat die Stadt sämtliche Bahnverkehre über 24 Stunden gezählt. Ergebnis: 105 Züge wurden am Löwentor registriert, darunter 16 Personenfernverkehrszüge, 72 Güterfernverkehrszüge und 17 Rangier- und Einzellokfahrten. Personen-Regionalzüge starten und enden im Bahnhof. Sonst wären es noch mehr.
Personenverkehr
nimmt ab
Im Vergleichszeitraum 1999 war die Gesamtzahl der Zugbewegungen mit insgesamt 75 geringer, der Anteil des Personenfernverkehrs (21 Züge in 1999) hat zwischenzeitlich abgenommen. Eine deutliche Steigerung gibt es bei den Güterzugmengen (seinerzeit lediglich acht). Die Anzahl der Rangier- und Einzellokfahrten (46 im Jahre 1999) hat sich deutlich reduziert (Mehr-stromloks bei den ICEs).
Die Gesamtschließzeit der Schranken betrug acht Stunden und rund 24 Minuten. Das ist mehr als ein Drittel des Gesamtzeitraumes überhaupt. Noch deutlicher wird der Trend zu längeren Schließzeiten, wenn man den Vergleich mit den Vorjahren zieht. 1999 waren es vier Stunden und sieben Minuten, 2005 aber schon fünf Stunden und 34 Minuten.
Der Schienenverkehr hat sich zu Gunsten des Güterfernverkehrs verändert. Zählt man die Rangierverkehre zu den Güterverkehren hinzu, die nur der Ankoppelung von Waggons, Containern oder Kesselwagen bei der Zusammenstellung von Zugeinheiten im Emmericher Bahnhof dienen, beträgt der dem Güterverkehr dienende Schließzeitenanteil 90 Prozent, der Zeitanteil des Personenfernverkehrs beträgt gerade einmal zehn Prozent, teilte Kleipaß weiter mit.
Die längsten Schließzeiten wurden zwischen 22 und 9 Uhr morgens verzeichnet, in denen auch der Hauptteil der Zugbewegungen stattfand. Die Hauptlast der Güterverkehre wird in den Nachtstunden transportiert, sieht man einmal von zwei Spitzen tagsüber zwischen 11 und 12 sowie zwischen 15 und 16 Uhr ab.
Der Trend zu längeren Güterzügen mit durchschnittlich 30 bis 50 Einheiten hält an. Sie transportieren deutlich mehr Güter, insgesamt 2 667 Einheiten, davon 449 Kesselwagen. 1999 waren es noch 700 Einheiten, davon nur elf Kesselwagen, im Jahre 2005 bereits 1 254 Einheiten, davon waren 108 Kesselwagen.
18:20
Sehe ich das richtig, dass sich die Anzahl der Güterfernverkehrszüge fast um das 10-fache gesteigert hat?
Und in wenigen Jahren haben wir eine weitere Verzehnfachung.