Mehr Strom sparen am Stromberg in Isselburg

Ein neues Blockheizkraftwerk soll ab 2016 die Energiekosten senken.
Ein neues Blockheizkraftwerk soll ab 2016 die Energiekosten senken.
Foto: WAZ
Was wir bereits wissen
Isselburger Politik will Maßnahmen des Klimaschutzteilkonzeptes umsetzen lassen. So soll ein Blockheizkraftwerk in der Verbundschule am Stromberg in Isselburg 2016 installiert werden

Isselburg..  Papier ist oft geduldig. Daher wird die Umsetzung mancher Konzepte kritisch beäugt. So auch in Isselburg. Hier namentlich: das Klimaschutzteilkonzept. Vor mehr als einem Jahr, darauf verwies nun die CDU, sei dieses vorgestellt worden. 15 öffentliche Gebäude wurden darin untersucht – und deren Einsparpotenziale in Sachen Energie aufgezeigt. Dabei wurde deutlich: Kurzfristig könnten bei Gesamtenergiekosten von 360 000 Euro jährlich 60 000 Euro gespart werden. Laut Konzept müssten zuvor aber 190 000 Euro investiert werden. Die Amortisation der Investition wäre allerdings schon nach etwas mehr als drei Jahren gegeben. Doch welche Maßnahmen wurden bislang umgesetzt? Einige ließen sich nämlich schnell umsetzen. Findet zumindest die CDU.

Amortisationszeit sei fraglich

Seit der Vorstellung des Konzeptes wurde zum Beispiel ein Flachdach eines Vereins saniert – auch das Straßenlaternen-Programm der RWE gehöre zum Maßnahmenkatalog, so Bauamts-Chef Michael Carbanje. Jürgen van Geldern, zuständig für die Verwaltung der Gebäude der Stadt Isselburg, hat sich zudem bei einem Installateur kundig gemacht, was zum Beispiel die Installation eines kleinen Blockheizkraftwerkes (BHKW) für die Verbundschule als mögliche weitere Maßnahme kosten würden. „Laut meiner Auskunft müssten 63 000 Euro investiert werden. Das Konzept geht davon aus, dass diese sich nach 3,6 Jahren amortisiert hätten“, so van Geldern.

Der hiesige Heizungsinstallateur stelle aber die Amortisationszeit in Frage. „So schnell geht das sicher nicht.“ Zumal drei kleine BHKW nötig wären – denn Mensa, Sporthalle und das Schulgebäude der Verbundschule am Stromberg müssten separat beheizt werden. „Generell“, so CDU-Chef Frank Häusler, „sollten man für das große Schulgebäude darüber nachdenken ein BHKW zu installieren.“ Zumindest könne so ein Anfang gemacht werden und wenn es sich rentiert, auch über BHKW in anderen Gebäuden nachgedacht werden. Auch Uwe Übelacker von den Grünen bekräftigte diesen Gedanken: „Ob sich das BHKW nun nach 3,6 Jahren oder fünf Jahren amortisiert, müssen wir sehen. Das Risiko sollten wir eingehen.“

Isselburg will – aufgrund der derzeitigen finanziellen Lage – zumindest schon einmal Angebote für ein BHKW an der Verbundschule einholen. Und so mit den Planungen beginnen, damit 2016 eventuell weitere Maßnahmen aus dem Klimaschutzteilkonzept umgesetzt werden können.