Mehr musische Möglichkeiten für Isselburg

Foto: Ulrich von Born
Was wir bereits wissen
Der Grundschulverbund Isselschule will am Landesprogramm Jekits teilnehmen. Ob es dazu kommt, ist noch unklar. Pädagogen befürworten das Projekt.

Isselburg..  Peter Kannengießer sagt es deutlich: „Ich fände es toll, wenn wir durch Jekits endlich auch einen eigenen Chor an der Schule auf die Beine gestellt bekommen.“ Der Lehrer am Grundschulverbund Isselschule findet nur positive Worte für das neue Landesprogramm „Jedem Kind Instrumente, Tanzen, Singen“, kurz Jekits genannt. So will die Isselschule an dem Projekt mit dem Schwerpunkt Singen zusammen mit der Musikschule als Kooperationspartner gern teilnehmen. Doch dafür muss die Stadt Interesse an der Teilnahme bis zum 20. Februar bekunden. Und die Politik dem ganzen Vorhaben zuvor zustimmen. Schließlich muss Jekits auch – zu einem Teil – aus kommunalen Mitteln mitfinanziert werden.

Doch ob sich die Stadt Isselburg am Landesprogramm nun beteiligt, das konnte der Schul- und Sozialausschuss in seiner Sitzung noch nicht entscheiden. Denn die Stadt muss möglicherweise mehr als 1500 Euro an Fördergeldern zuschießen und über diese Summe darf der Ausschuss nicht entscheiden. Der Haupt- und Finanzausschuss muss daher darüber noch einmal beraten.

Bei dem Landesprogramm soll dieses Mal der Schwerpunkt auf Singen gelegt werden. Das Projekt läuft über zwei Jahre und ist für die Zweit- und Drittklässler bestimmt. Im ersten Jahr ist die Teilnahme verpflichtend und kostenlos, im zweiten Jahr können die Kinder freiwillig an dem Projekt teilnehmen. Dann wird ein Elternbeitrag in Höhe von zwölf Euro pro Monat erhoben.

„Die Idee ist sicher pädagogisch sinnvoll“, befand Dr. Stefanie Krause (CDU). Aber: „Wir halsen uns eine freiwillige Leistung auf. Wir müssen uns überlegen, ob wir das wollen.“. Auch Uwe Übelacker (Grüne) führte aus, dass es zwar ein finanzielles Risiko gebe, aber der pädagogische Nutzen überwiege. FDP-Fraktionsvorsitzender Kevin Schneider wollte lieber wissen, ob Singen nicht ohnehin schon Teil des Unterrichts sei.

Stimmbildung fördern

„Ja“, erklärte Guido Schrader von der Musikschule und konnte aber auch weiterführend erklären, dass die Musiklehrer der Grundschule während des Projektes von Mitarbeitern der Musikschule unterstützt würden und so beispielsweise die Stimmbildung gefördert werden könne. Dr. Theodor W. Beine (SPD): „Das Projekt ist eine sinnvolle Ergänzung des bestehenden Angebotes.“ Eine Konkurrenz zu nachmittäglichen Freizeitangeboten gebe es nicht, da die Jekits-Stunden im Rahmen der Schulzeit erteilt werden. Während das Interesse für das Projekt an der Isselschule groß sei, lehnte die Grundschule in Anholt eine Teilnahme ab.