Maria Vermaat zeigt Eier mit Gesicht

Maria Vermaat (rechts) bemalt mit ihren Enkelkindern viele Ostereier.
Maria Vermaat (rechts) bemalt mit ihren Enkelkindern viele Ostereier.
Foto: NRZ
Was wir bereits wissen
Die niederländische Künstlerin Maria Vermaat stellt in der BX-Galerie aus. Dort gibt es noch mehr zu entdecken. Bemalte Vogelfedern beispielsweise.

Hüthum..  Diese Frau ist irgendwie zu beneiden. „Man muss jeden Tag positiv sehen und genießen. Meine positive Einstellung übertrage ich auch auf andere“, sagt Maria Vermaat. Und wenn die Niederländerin mit ihren beiden Enkelkindern wieder einmal gemeinsam Hühner- und Gänseeier bemalt und dann auf die ovalen Vorlagen ein unverwechselbares Gesicht gezaubert hat, dann war dieser Tag für sie besonders positiv. „Meine Eier sind einzigartig“, sagt sie, „seit 20 Jahren bemale ich sie schon.“

Immer in der vorösterlichen Zeit, im Grunde schon seit Weihnachten, gibt es für Maria Vermaat viele solcher kreativen, erfüllenden Momente. Dann dreht sich bei ihr alles um das Ei. Was sie mit diesem Naturprodukt so alles anstellt, dafür liefert Maria Vermaat ganz aktuell in der Galerie von Beatrix Kalwa einige geschmackvolle Kostproben (geöffnet sonntags von 11 bis 17 Uhr, bis 26. April).

Zerbrechliche Ware

Diese Ausstellung besticht durch die dargebotene Vielfalt an Ausdrucksformen. Schon fast ins Kuriositätenfach gehören die kleinen Meisterwerke von Marion Schepers-Lovendaal aus Doetinchem: Sie bemalt Vogelfedern! Mit Vermeers „Mädchen mit dem Perlenohrring“, dem Kastell Bergh, mit Hirsch und Papagei. Was der einen die Feder, ist der anderen das Ei.

Maria Vermaat wurde in der Porzellanstadt Delft geboren und lebt heute in Zeeland. Schon früh arbeitete sie mit Kindern. „Die haben mich bei meinem späteren Hobby inspiriert. Mit ihnen habe ich angefangen, Eier zu bemalen. Das habe ich dann weiter entwickelt und dann damit begonnen, an Hobbymärkten und später an richtigen Ostereiermärkten teilzunehmen.“

Zum Beispiel in Hameln, Wetzlar, Gießen, Seligenstadt oder Michelstadt. Bei solch einer Gelegenheit, auf dem Kunstmarkt „Kunst en Kunstig“ im Grenzörtchen Zeddam, ist Beatrix Kalwa auf Maria Vermaat aufmerksam geworden. Man wurde handelseinig, und dann stand irgendwann ein riesiger Karton voll bemalter Eier in der Galerie an der Verborgstraße. Das zerbrechliche Gut hatte den Transport komplett unbeschadet überstanden.

Außergewöhnlich

Was findet Beatrix Kalwa an der Eierkunst? „Es ist das Außergewöhnliche, die Oberfläche, auf der Maria malt“, sagt Kalwa: „Nach so etwas bin ich immer auf der Suche“, so die Hüthumerin, die seit elf Jahren eine Galerie betreibt. Die für einige das Sprungbrett bildete. Für weitere Ausstellungen. Und um den Bekanntheitsgrad zu erhöhen. Maria Vermaat hat schon einen Namen – und einen Preis gewonnen.

„Mit meinen beiden Enkelkindern male ich jedes Jahr verschieden Osterdekorationen. Die Kinder haben viel Spaß dabei und freuen sich jedes Jahr auf das Malen mit Oma“, erzählt Maria Vermaat. An den beiden Osterfeiertagen sitzen alle an einem österlich dekorierten Frühstückstisch mit leckeren Brötchen, natürlich auch weich gekochten Eiern, aber auch süßen Schokoladeneiern. „Für mich ist Ostern eine herrliche Zeit“, sagt Maria Vermaat.

Aber: „Wenn Ostern vorbei ist, dann kann ich keine Eier mehr sehen, sondern nur noch essen.“