Majestäten, Musik und Märsche
15.11.2009 | 13:15 Uhr 2009-11-15T13:15:00+0100Emmerich. Das GECK bot dem Narrenvolk im Stadttheater eine gelungene Show mit der Proklamation des Prinzenpaares Friedhelm I. und Lisa I.; bei einem bunten Programm kamen die Gäste in Schwung.
Mit einer festlichen Fanfare begrüßte am Samstag das GECK die große Narrenschar im hiesigen Stadttheater. Kein Platz war frei, als die 4 Tenöre – Sitzungspräsident Bernd Schugt, Michael Kühn, Christoph Hemke und Karlheinz Reichel – ihr Lied anstimmten: „Das ist Karneval” könnte als Resümee für den Abend gelten.
Der war voller Höhepunkte und toller Einfälle. Bernd Schugt wies darauf hin, dass das GECK in diesem Jahr einen neuen Weg bei der Prinzenproklamation beschritten habe. Im PAN hatte sich kürzlich bereits das noch amtierende Prinzenpaar Eddi und Monika von seinen Freunden verabschiedet. Während der Veranstaltung trat das aktuelle kleine Prinzenpaar in vollem Ornat an und begeisterte die Gäste. Ihnen stellten sich fünf neue Komiteemitglieder vor: Christina Baumeister, Janina Wimmers, Lukas Kaster, Ralf Verhey und Frank Fingerhut. Das neue Prinzenpaar Friedhelm und Lisa Langanke zog in Begleitung des Praester Fanfarenzugs ein.
„Beratungen an der Theke”
Die Regenten hatten sich zu Beginn des Jahres auf der „Rheinkönigin” nach „eingehenden Beratungen an der Theke” bereit erklärt, die Majestäten zu stellen. Friedhelm I., „vom Immobil zum Narrenspiel”, und Lisa I., „Et Comtess van de süten Blagen”, heißen die Amtsinhaber. Der Regent erhielt nun in der mittlerweile 39. Proklamation seine Prinzenkette.
Bürgermeister Johannes Diks freute sich über das „jährlich wiederkehrende außergewöhnliche Ereignis” und fasste in launige Worte seine Überzeugung, dass es sicherlich ein gelungener Abend werde. Als Geschenk übergab der Verwaltungschef ein Tischfußballspiel, um dem Fan von Bayern München Gelegenheit zur Entspannung zu geben.
Prinz Friedhelm I. verlas seine 11 Paragraphen, die Leitlinien der Majestäten sein sollen. Krönender Abschluss: Das sehr schön vorbereitete Gardelied, das dem Song von Jürgen Markus „Eine neue Liebe ist wie ein neues Leben” nachempfunden wurde, heißt in der GECK-Version: „Eine tolle Garde will heut mit euch feiern”.
Ein umfangreiches Showprogramm erwartete anschließend das gutgelaunte Narrenvolk. Das Kolping-Ballett Elten machte den Anfang. Zu modernen Rhythmen zeigten elf junge Damen und ein Herr eine perfekte Show. „Et Gänseblömsche” (Britta und Kai Becker) brachte das Publikum zum Schmunzeln. Den Sessionsschlager „Jetzt geht es ab. Karneval erwacht” steuerten die 4 Tenöre bei.
Das Kolping-Ballett Blau-Weiss Emmerich erntete viel Beifall mit einem Tanz nach Motiven der Band „Queen” und der Zugabe „We are the champions”. Tolle Szenen beim Arbeitsamt vermittelte das Eltener Trio Doris Kerkhoff, Stephan Kersjes und Horst Verhey am Keyboard. Einen ebenfalls perfekten Marschtanz genossen die Gäste beim Auftritt der beiden Formationen VCK und HNG - eine gute Idee von Hüthumer und Vrasselter Gruppen. Mit dem Finale der 4 Tenöre „Back to the roots”, einem Beatles-Medley, war die 5. Jahreszeit zur Zu friedenheit aller festlich eröffnet.
19:30
Also ich weiß von einigen die an diesem Abend weniger getrunken haben bzw. früher nach Hause gegangen sind. Ein günstigerer Bierpreis von z.B. 2 Euro hätte garantiert für einen höheren Gesamtumsatz gesorgt. Die Leute wären länger geblieben und hätten mehr getrunken. Ich selber haben bei einer Runde überlegt ob ich meinen PKW in Zahlung geben muss oder ob ich es noch so schaffe...
11:21
Zum Kommentar: Bierpreis von 2,50 €
Die Marktwirtschaft wird nun mal von Angebot und Nachfrage gesteuert. Wenn solche Preise verlangt werden, warum werden sie dann auch automatisch bezahlt? Weil man unbedingt der Veranstaltung beiwohnen will, weil man ja eh schon mal da ist? Am nächsten Tag, mit Blick ins Portemonnaie, stellt man dann fest, dass der Abend doch ganz schön teuer war. Warum gehen die Leute nicht einfach nach Hause, wenn sie feststellen müssen, dass sie einfach abgezockt werden sollen? Soll der Veranstalter doch auf seinen Kisten Bier sitzen bleiben! Beim nächsten mal wird er sich schon überlegen, welchen, angemessenen, Preis er nehmen kann. Die andere, mittlerweile eingeführte Unsitte, ist die Erhebung von 2,-- € Pfand für einen Plastikbecher. Als Beispiel dient hier die Musiknacht in Emmerich. Will man die Becher zurückgeben, steht man in einer endlos langen Schlange vor den Buden. Manch einer hat dazu keine Lust und lässt den Becher einfach stehen, weil man ja irgendwann nach Hause möchte. Geht dies eigentlich in die Kalkulation der Wirte mit ein? (Gewinnmaximierung) Ich kann nur jedem raten, rechnet die Preise erst einmal mit dem Faktor 2 um dann zu überlegen, ob man zu DM-Zeiten soviel Geld für ein Minibier ausgegeben hätte. Um nicht missverstanden zu werden: Ich gönne jedem Geschäftsmann/Frau einen entsprechenden Gewinn für ihr Unternehmertum. Aber, es gibt sicherlich auch eine Schmerzgrenze. Und, die Leute sollen ja schließlich gerne wieder kommen.
09:58
Nur der Bierpreis von 2,50 € für 0,33l FLASCHENBIER hatte dem Abend einen säuerlichen Beigeschmack gegeben.
P.S: Schade das einige Highlights des Abends keine Berücksichtung fanden. Johannes Diks als Ehren-Gardist in Uniform sowie das Geschenk der Garde an Herrn Diks bzw. die Stadt in Form eines selbstgebauten Emmericher Eimer (Höhe über 5m) welchem vor dem Stadttheater auf einem Tieflader stand hätte bestimmt einige Leser interessiert...