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Schützensitzung Elten

Mahnmal für den Rathausvorplatz

24.01.2010 | 16:58 Uhr

Elten. Das konnte ja nur ein gelungener Abend werden. Die Bayern hatten Werder Bremen geschlagen, und so zog ein sichtlich gut gelaunter Prinz und Bayern-Fan Friedhelm I. mit seiner Lisa I. sowie Garde und GECK ins Kolpinghaus ein.

Dort bereitete ihm die Schützenfamilie einen fulminanten Empfang, schwang rot-weiße Fähnchen und spielte die Bayern-Hymne. Und auf der Bühne hing eine riesengroße Bayern Fahne!

„Steigt mit uns auf auf den Zug der Fröhlichkeit!” rief der Prinz den Narren zu - und, die ließen sich nicht lange bitten, waren sie doch durch das Eröffnungslied von Ehrenpräsident Christoph Nielbock und Werner Jansen sowie durch den gekonnt-schmissigen Marschtanz des Schützenballetts bestens eingestimmt.

Als einen „Büttenredner der alten Schule” kündigte Elferrats-Präsident Sven Jansen „de Quatskopp” (Jupp Jansen) an. Der berichtete von der Macht des Karnevals: „Kaum stand unser Motto ,Wir brauchen keine Betuwe, wir haben selbser fast 40 Züge' fest, war in der Zeitung zu lesen: Betuwe steht vor dem Aus.”

De Quatskopp hatte auch einen Vorschlag für den Standort des überdimensionalen Eimers, den der Bürgermeister geschenkt bekommen hatte - den Rathausvorplatz: „Da können dann alle Projekte, die in Emmerich in den Sand gesetzt wurden, hinein geworfen werden - quasi als Mahnmal.” De Quatskopp hob auch mahnend den Finger: „Verkehrsinseln zu verkleinern halte ich für verkehrt, weil dann der Brummi noch schneller in die Kurve fährt.”

„Das hat es noch nie gegeben”, freute sich Sven Jansen über den Showtanz des Schützenzuges 24. „Grippen Piggy” (Marlies Hox) berichtete über ihre Tätigkeit bei Dr. Doerwald und über ihren „Urlaub” auf der gönn kant: „Die Ärzte waren freundlich und haben mir in eine Jacke geholfen, da waren Täukes dran.” Auch als Reiterin brillierte sie: „Man will mich nicht bei den Berittenen haben, denn ich knöpfe meine Jacke anders zu, und das ist in Elten noch ein Nachteil.” Sohn Roman stand zum ersten Mal auf der Bühne und bewies: Er hat die karnevalistischen Gene seiner Mutter.

Überhaupt waren die Tanzdarbietungen einmalig: So „We will rock you” mit Udo Lindenberg (Vincenz Derksen), der Michael Jackson- Tanz der Throndamen von Zug 35 und „Fun Factory”, einer neuen Truppe. Auch „Alois Fichtenschläger mit Schalk(e) im Nacken”(Christoph und Carlo Nielbock und Werner Jansen) überzeugten. Brillant das Geschwisterpaar Sylvia Heering und Vincenz Derksen auf der Suche nach dem „Schuh des Winnetou”. Kleine und sympathische Pannen überspielte das Duo souverän, und Winnetou gab zu: „Ich leide heute unter dem Aufmerksamkeitsdefizit-Syndrom.” Nach der tänzerisch perfekten Darbietung der „Bezaubernden Jeanny” in wunderschönen Kostümen endete der kurzweilige Abend mit einem großen Finale.

Gisela Kohnen

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