Logli in New York, Rees und Tokio

Foto: FUNKE Foto Services

Rees..  Mario Logli, 1933 in der italienischen Stadt Urbino geboren, wurde im Jahre 1974 von einer aus europäischen Kritikern bestehende Jury als einer der fünf besten lebenden Künstler der Gegenwart ausgezeichnet. 25 Exponate des berühmten Künstlers, stellte die Kunstsammlerin und Malerin Irian Brunn aus ihrer Sammlung im Koenraad Bosman Museum in Rees für die Ausstellung mit dem Titel „Zwischen Traum und Wirklichkeit“ zur Verfügung.

Hohes Ansehen

Bürgermeister Christoph Gerwers eröffnete die Ausstellung, die von Antonia Ferderer aus Kleve mit ihrer Gitarre musikalisch mitgestaltet wurde. „Ich freue mich, Ihnen heute ein ganz besonderes künstlerisches Highlight präsentieren zu können“.

Der Bürgermeister verdeutlichte in seiner Rede den besonderen Stellenwert und das hohe Ansehen des Künstlers in der Kunstszene, und verwies auf die zahlreichen Auszeichnungen, darunter der Preis für die internationale Grafikausstellung von Barcelona und den „Ambrogino d’ Oro“ von Mailand. Sein Dank galt auch Frau Irian Bunn, „die uns die beeindruckenden Werke Loglis für diese tolle Ausstellung zur Verfügung stellte“.

Den ersten Kontakt zu Rees bekam die Kunstsammlerin mit der Aufstellung ihres Kunstwerkes „Europa – Oase der Vielfalt“ im Skulpturenpark. „Ich bin begeistert von Rees. Es ist ein kleines, ruhiges Kulturstädtchen. Überall begegnet man netten Kunstwerken.“ Sie freue sich, dass sie nach einer Bewerbung ihre Sammlung der Logli Werke im hiesigen Museum ausstellen dürfe.

Irian Bunn, die mit Mario Logli an der gleichen Akademie studierte, führte die rund 25 kunstinteressierten Besucher in die Ausstellung ein. Kurz skizzierte sie den Lebenslauf des Künstlers und ging auf dessen künstlerische Entwicklung ein.

Die italienische Stadt Urbino, nach ihrer Meinung die schönste Stadt Italiens und reich an Architektur, habe den Künstler seit jeher inspiriert und sei in vielen seiner Werke wieder zu finden, so auch der Herzogpalast „Palazzo Ducale“. Seine fliegenden Inseln, mit Bauwerken antiker Stätten, symbolisierten die Rettung der heilen Welt. „So sind sie vor der Zerstörung geschützt,“ begründete Bunn.

Ende der 90er Jahre besuchte Logli die Städte Mülheim a.d.Ruhr und Koblenz. Dieser Aufenthalt inspirierte ihn zu einigen Bildern, auf denen er in seiner unverwechselbaren Art Bauwerke, so auch das Koblenzer Schloss „Ehrenbreitstein“ mit Gebäuden seiner Heimatstadt Urbino kombiniert. Diese Motive sind auch Teile der Ausstellung. „Zu den großen künstlerischen Werken Loglis zählt zweifelsfrei die im Jahre 1987 gemalte Serie von Gemälden zu Ehren des berühmten Dichters Leopardi“, so Bunn. Diese Ausstellung konnte unter anderem in Barcelona, New York und Tokio präsentiert werden, und, dass sei außergewöhnlich, im Vatikan.

Keine Katastrophenszenarien

Mario Logli thematisiere mit seinen Bildern in Anlehnung an die große Tradition der italienischen Renaissancemalerei unser Leben und unsere Erde und setze gegenständliche Darstellung in neue, oft skurrile Zusammenhänge. Dennoch entwerfe er keine Katastrophenszenarien. Die Bilder wirken sphärisch, manchmal idyllisch.