Löwentor-Bahnhof: Attraktivere Anbindung erwünscht

Noch ist an der Glückauf-Schranke Geduld gefragt. Irgendwann entsteht hier eine Unterführung.
Noch ist an der Glückauf-Schranke Geduld gefragt. Irgendwann entsteht hier eine Unterführung.
Foto: NRZ
Was wir bereits wissen
Neue Löwentor-Unterführung mitsamt Kreisverkehr und ihre städtebauliche Einbindung werden miteinander gekoppelt. Büro HJP aus Aachen stellt Konzept Fachausschuss und dann den Bürgern vor.

Emmerich..  Die Stadt will ihre eigenen Hausaufgaben erledigt haben, wenn am Löwentor die Arbeiten für die Unterführung beginnen. Das Planfeststellungsverfahren ist zwar noch in der Mache und der Erörterungstermin für den BetuweAbschnitt 3.4 Emmerich-Stadt/Hüthum, in den das Löwentor eingebettet, noch nicht in Sicht, aber die Stadt hat schon einmal das Büro HJPplaner (Aachen) beauftragt, sich Gedanken über eine städtebaulich stimmige und attraktive Einbindung zu machen. Dazu hatten die Planer im Herbst die Wünsche einiger Emmericher Bürger abgefragt.

Ende Oktober 2014 hatte HPJ für sein Konzept 76 Bürger am Löwentor und am Bahnhof befragt, parallel online 47 Personen. Der Wunsch nach einer hellen und freundlichen Gestaltung der geplanten Unterführung am Löwentor wurde dabei mehrfach genannt. Angeregt wurde auch ein attraktiverer Stadteingang. Weitere Stichworte waren Sauberkeit, Sicherheit und soziale Kontrolle.

Umgekrempelt

Prof. Peter Jahnen wird den Vorentwurf des Konzepts dem Ausschuss für Stadtentwicklung am Dienstag, 21. April (17 Uhr, Rathaus) zur Beschlussfassung vorstellen. Danach wird die Verwaltung zu einer informellen Bürgerversammlung einladen, wo das Büro HJP das Konzept abermals präsentiert.

Eines ist jetzt schon klar, auch wenn Details noch mehr Fragen als Antworten aufwerfen: Der Bereich zwischen Bahnhofsumfeld und Mennonitenstraße wird sein Gesicht verändern. Schon heute ist ein Vorbote sichtbar: der Abriss bei Wemmer & Janssen an der Ecke Mennonitenstraße/B 8.

Die Unterführung an der Glückauf-Schranke, seit einem gefühlten Jahrhundert in der Diskussion und für die meisten Emmericher nicht mehr als ein „Running Gag“, hatte durch die drohende Betuwe-Route Fahrt aufgenommen.

Bau-Ingenieur Johannes ten Brink hatte schließlich eine Variante zu Papier gebracht, die auf allgemeine Zustimmung stieß. Danach mündet die Hauptunterführung für Lkw und Pkw künftig etwa in Höhe von Aldi in einen fünfarmigen Kreisverkehr, von dem aus der Verkehr in alle Richtungen verteilt wird.

Folgende allgemeine Ziele verfolgt die Stadtplanung:
Stärkung der Anbindung des Bahnhofs an die Fußgängerzone.
Stärkung der Nord-Süd Anbindung vom Gisbert Lensing-Park und dem Kleinen Löwen mit Entwicklungsoption in Richtung Rheinpark/Rheinpromenade.
Gestaltungskonzept der geplanten Fußgänger- und Radfahrerunterführung und des Kreisverkehrs.
Öffnung des Zugangs zum Gisbert Lensing-Park.
Entwicklung brachliegender Grundstücke (Bereich ehemals Wemmer & Janssen)
Schaffung von klaren Raumkanten.
Für die Planungskosten waren im Haushalt 2014 exakt 34 061,85 Euro vorgesehen.