Lkw-Fahrer hat Freundin im Auto eingesperrt und geschlagen

1800 Strafe muss ein 31-jähriger Lkw-Fahrer zahlen, weil er seine Freundin im Auto eingesperrt und sie geschlagen hat.
1800 Strafe muss ein 31-jähriger Lkw-Fahrer zahlen, weil er seine Freundin im Auto eingesperrt und sie geschlagen hat.
Foto: picture alliance / dpa
Was wir bereits wissen
31-jähriger hatte seine Freundin im Auto eingesperrt, ihr dann eine heftige Ohrfeige verpasst. Vor dem Amtsgericht erschien der Angeklagte aber nicht.

Emmerich/Rees.. Kommt er oder kommt er nicht? Richterin Dr. Christiane Schmitz und der Staatsanwalt warteten am Montagvormittag vergeblich auf einen 31-jährigen Reeser. Der sollte sich zum dritten Mal seit einer kräftigen Ohrfeige gegen seine damalige Freundin im Amtsgerichtssaal 17 verantworten. Doch der vorbestrafte Gewalttäter tauchte zur Verhandlungszeit um 12 Uhr nicht auf. Die Stühle der Verteidiger-Seite blieben komplett leer.

Richterin und Staatsanwalt stimmten sich über den kurzen Dienstweg ab. 60 Tagessätze zu je 30 Euro gleich 1800 Euro brummte Schmitz dem unentschuldigt fehlenden Lastkraftwagen-Fahrer auf. Wegen Körperverletzung und Nötigung gegen seine ehemalige Freundin.

Aus klärendem Gespräch wurde handfester Streit

Der Fall datiert übrigens vom 26. Juni 2013, ist also schlanke anderthalb Jahre alt. Der Angeklagte hatte sich damals mit seiner Ex-Freundin, die ihn von der Arbeit abgeholt hatte, zu einem klärenden Gespräch über die brüchige Zukunft zu zweit auf einen Parkplatz begeben. Daraus wurde ein verbaler Streit.

In dessen Folge sperrte der Reeser offenbar seine Ex-Freundin zunächst in deren Auto ein. Als er sie wieder frei ließ und eine neuerliche Diskussion über ein gemeinsames Leben entbrannt war, verpasste der Angeklagte seiner offenbar unwilligen Ex-Freundin eine harte Ohrfeige auf die linke Gesichtshälfte. Tags darauf ließ sich die Frau im Spital untersuchen. Diagnose: leichte Gehirnerschütterung!

Strafbefehl wird mit der Post zugestellt

Die drei Monate später erfolgte Klage mündete in eine Geldstrafe. Schmitz’ Vorgängerin auf dem Richter-Stuhl, Mareen Hölker, wollte das Verfahren gegen tausend Euro einstellen. Der Reeser hätte an den Verein „Zukunft ohne Zoff“ zahlen sollen. Die Scheine kamen aber nie an.

Auch ein zweiter Versuch im vergangenen Jahr mündete, um das Verfahren einstellen zu können, in eine Geldbuße. Die der Angeklagte dann wiederum nicht zahlte. Nun wird also ein Strafbefehl über 1800 Euro auf postalische Reise von der Seufzerallee nach Rees gehen.