Leserin brachte wärmendes Getränk

Maria Raudszus (links) am NRZ-Mobil mit Michael Hoffmann, Uwe Kemkes und Wilfried Günther.
Maria Raudszus (links) am NRZ-Mobil mit Michael Hoffmann, Uwe Kemkes und Wilfried Günther.
Foto: Funke Foto Services
Was wir bereits wissen
Es ging um Erstwohnsitz auf dem Campingplatz, um Parkplätze und die Sauberkeit in der Innenstadt am NRZ-Mobil, das gestern auf dem Reeser Wochenmarkt halt machte.

Rees..  10 Uhr. Seit zehn Minuten stehen NRZ-Redakteurin Maria Raudszus und Promoter Wilfried Günther auf dem Reeser Marktplatz, um mit Bürgern ins Gespräch zu kommen, da eilt Ute Schwabe mit zwei großen Bechern Kaffee auf sie zu. „Damit Ihnen ein wenig wärmer wird“, sagt die Reeserin, als sie den ebenso verblüfften wie dankbaren Beschenkten die Pappbecher mit heißem Getränk in die Hand drückt. Gestern nahmen viele Reeser die Gelegenheit wahr, am NRZ-Mobil mit Vertretern ihrer Tageszeitung vor Ort ins Gespräch zu kommen – trotz unfreundlicher Temperaturen.

Christa Wegner ist eine von ihnen. Seit zwölf Jahren wohnt sie im Ortsteil Mehr. „Ich lebe dort meinen Traum“, sagt die Dame, die früher in Duisburg als selbstständige Handelsvertreterin ihr Geld verdient hat. Jetzt wohnt sie auf dem Campingplatz, beim Frühstück blickt sie auf die Lange Renne, erfreut sich an den gründelnden Enten und Schwänen. Dass es bald nicht mehr möglich sein soll, dauerhaft auf einem Campingplatz zu wohnen, will sie nicht glauben. „Das ist uns seinerzeit erlaubt worden. Wenn es hart auf hart kommt, berufen wir langjährige Camper uns auf das Gewohnheitsrecht!“

Die Kosten für das Wohnen hat Christa Wegner mit der Übersiedlung auf den Campingplatz als Erstwohnsitz deutlich reduzieren können. „Da soll mir mal einer etwas Vergleichbares hinsichtlich der Wohnqualität mit Blick auf das Wasser bieten!“ Sie weiß, dass das nahezu unmöglich ist. Die Wohnungen mit Blick auf den Rhein hat sie sich vor Jahren schon mal angeschaut. „300 000 Euro, wer weiß, was die heute kosten“, sagt sie.

Gerade die Lage am Rhein hat auch seinerzeit Ute Schwabe und ihren inzwischen verstorbenen Mann, Pfarrer Michael Schwabe, nach Rees gelockt. „Wir haben uns viele Städte in der Umgebung angesehen, uns letztlich für Rees entschieden“, sagt sie. Seit 15 Jahren lebt sie hier. Die Kritik vieler Bürger, dass die Parkplätze in der Innenstadt nicht ausreichen, kann sie nicht nachvollziehen: „Man muss nicht mit dem Auto bis vor die Tür fahren können.“ Ihr gefällt, dass der Marktplatz ein Ort der Gastronomie und des Treffens geworden ist. „Sehr sauber ist die Stadt“, ist Ute Schwabe voll es Lobes.Dies sieht Egon Dreyszas nicht so. Der Reeser ärgert sich über die von den Krähen verkoteten Straße im Bereich Busbahnhof, Am Stadtgarten.

Der Reeser weiß natürlich auch, dass die Vogelart geschützt ist. „Aber man könnte zumindest die Äste schneiden, die sich oberhalb der Straße befinden. Auf denen befinden sich auch keine Nester“, hat er genau hingeschaut. Außerdem glaubt er, das es möglich sein müsse, mit dem kleinen Reinigungswagen des Bauhofs die betroffenen Wege regelmäßig zu säubern.