Leidenschaft wird vererbt

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Beim Trecker Treck in Anholt kamen schon die jüngsten Besucher voll auf ihre Kosten. Nach 15 Jahren wurde erstmals wieder nach DTTO-Regeln gefahren

Anholt..  Wenn in Anholt die Erde bebt, Motoren laut dröhnen und Treibstoffgeruch in der Luft liegt, dann ist auf der Regniet wieder Treck-Treck. Zum dritten Mal veranstaltet durch Tobias Paus und seinem Organisationsteam. Nach 15 Jahren wieder nach den Regeln der Deutschen Trecker Treck Organisation (DTTO) und zum ersten Mal über zwei Tage.

Zwar wurde das Spektakel am ersten Tag immer mal wieder durch heftige Regenschauer unterbrochen, aber das störte einen echten Trecker Treck-Fan nicht wirklich. Auch die Teilnehmer nahmen die Wetterkapriolen ganz gelassen hin. Einer der jüngsten Fans rannte dann auch schon ganz aufgeregt an der Bande entlang. Immer wieder hatte er in den Tagen davor gefragt: „Wann fahren wir zum Trecker Treck“. Das Wort Trecker Treck konnte Maximilian, der in einem Monat drei Jahre alt wird, noch gar nicht richtig aussprechen, aber seine Freude an den vielen Traktoren war dem kleinen Kerl anzumerken. Mit seiner Großmutter Evelyn Vos-Kramer wartete er ungeduldig, bis es endlich losging.

Teilnehmer seit zehn Jahren

Aus Jülich war der neunjährige Marc Behr mit Eltern und einigen Freunden angereist. Sein grüner Overall zeigte schon, für welche Trecker sein Herz schlug – für Traktoren von John Deere. „Zuhause darf ich auf dem Feld oder auf dem Hof schon Trecker fahren“, erklärte der Neunjährige ganz stolz, „und ich war schon ganz oft auf Trecker Trecks“. Im nächsten Jahr will sein Papa selber mit einem Trecker in Anholt dabei sein. Geerbt hat er einen Traktor und ist zur Zeit mit Freunden bereits über Wochen damit beschäftigt, Ersatzteile zu finden und zu schrauben, damit das gute Stück auch nächstes Jahr einsatzbereit ist.

Seit Jahren einsatzbereit ist der John Deere 3140 von Andre Schlebusch aus Hamminkeln, der vor zehn Jahren angefangen hat, an Trecker Trecks teilzunehmen. Die Leidenschaft hat er von seinem Vater geerbt, der von 1985 bis 1992 mit einem Minipuller regelmäßiger Teilnehmer in Anholt war. „Als Kind war ich immer dabei“, erzählte Schlebusch, „und habe selber Lust bekommen, teilzunehmen“.

Deutscher Meister am Start

Mit seinem Team Running Wild rechnete er sich in der Klasse Supersport 3,6 Tonnen auch gute Chancen auf einen der vorderen Plätze aus. Alles andere wäre für ihn und sein Team enttäuschend.

Stefan Wellmann vom Team Agri aus Haffen ging gleich in zwei Klassen – Hobby Sport 4,5 und 6,0 Tonnen – mit seinem Fiat 1000 an den Start. Als Deutscher Meister 2013 in 4,5 t und 2014 in 6 t erwartete er auch in Anholt eine gute Platzierung. „Den ganzen Winter haben wir darauf hingeschraubt, dass wir hier erfolgreich sind.“ Insgesamt hat das Team Agri sieben Trecker und nimmt damit in drei verschiedenen Klassen teil.

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