Lebensrettende Informationen

Emmerich..  Besteht der Verdacht auf Schlaganfall, sollte sofort die 112 gewählt werden, denn jeder Schlaganfall ist ein Notfall. Die Gehirnschädigung kann sich vergrößern, wenn Zeit verloren wird. Um in der Öffentlichkeit dafür ein Bewusstsein zu schaffen, beteiligt sich die Abteilung für Akut-Geriatrie, Neuro-Geriatrie und Frührehabilitation im St. Willibrord-Spital unter Leitung von Chefarzt Dr. Marco Michels an der bundesweiten Kampagne „Herzenssache Schlaganfall“. Am Dienstag, 23. Juni, 10 bis 16 Uhr, macht der signalrote Doppeldecker-Infobus im Innenhof des Emmericher Krankenhauses Station – zum zweiten Mal nach 2014, als sich über 200 Besucher informierten.

Am Bus kommen sozialmedizinische Gesichtspunkte ebenso zur Sprache wie Aspekte der Prävention und Rehabilitation. Auf dem Programm stehen Vorträge zu Frühzeichen und Risikofaktoren sowie zu Lyse (die Auflösung eines Blutgerinnsels) und Stroke-unit (eine spezielle Schlaganfall-Station). Außerdem kann jeder sein persönliches Schlaganfall-Risiko fachlich testen lassen. Die Messung von Blutzucker, Blutdruck, Sauerstoffsättigung und eine EKG-Ableitung komplettieren das umfangreiche Angebot.

Chefarzt Dr. Michels erläutert als Regionalbeauftragter der Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe in mehreren kurzen Vorträgen, was bei einem Schlaganfall passiert, welche Warnzeichen es gibt und warum immer schnell gehandelt werden muss.

Die typischen Warnzeichen sind halbseitige Lähmungserscheinungen oder Taubheitsgefühle einer Körperseite, ein herabhängender Mundwinkel, Sprach- und Sprechstörungen sowie die Unfähigkeit, Gesprochenes zu verstehen. Ebenso finden sich häufiger Sehstörungen mit einäugiger Blindheit, Doppelbildern oder Gesichtsfeldausfällen.

Die Schlaganfall-Vorbeugung erfolgt durch die Bekämpfung der Risikofaktoren: Rauchen, Übergewicht, Bewegungsmangel, erhöhte Blutdruck- und Blutzuckerwerte. Insbesondere bei jungen Frauen ist die Kombination von Rauchen und „Pille“ ein bedeutsamer Risikofaktor.

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