Lebenshilfe veranstaltet integratives Fußball-Turnier in Rees

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Menschen mit und ohne Behinderung bilden eine Mannschaft. Volker Kullmann stellt seine Soccerhalle zur Verfügung.

Rees..  Fußballspielen macht den jungen Herren der Lebenshilfe riesigen Spaß. Sich aber in einem Turnier mit vielen anderen Hobbykickern zu messen und mit ihnen unbekannten Spielern eine Mannschaft zu bilden, ist eine echte Herausforderung. Dieses Vergnügen bereitet die Lebenshilfe Unterer Niederrhein jetzt Menschen mit und ohne Behinderung beim Integrativ Cup am Samstag, 21. März, im Sport- und Freizeit Center von Volker Kullmann.

Götze darf gern kommen . . .

Der Reeser Gastronom hat seit über 30 Jahren die Kegler der Lebenshilfe regelmäßig zu Gast. So hat sich eine enge Verbindung zu der Einrichtung aufgebaut. Für Kullmann war es deshalb eine Selbstverständlichkeit, seine Soccer-Halle nun zum zweiten Mal kostenlos zur Verfügung zu stellen: „Sie dürfen auch ausnahmsweise selbst ihre Verpflegung mitbringen und den Zuschauern Kaffee und Kuchen anbieten, damit etwas in ihre Kasse kommt.“

„Das Turnier ist ein Gemeinschaftsprojekt des Behindertensports des SV Rees und der Lebenshilfe, bei der über hundert Sportler erwartet werden“, erklärt Ole Engfeld, Assistent der Lebenshilfe-Geschäftsführung. Bürgermeister Christoph Gerwers wird das Turnier um 10 Uhr eröffnen. Ab 9 Uhr werden Teams zusammengestellt.

Die hauptamtlichen Trainer Marco Bolk und Alwin Heister hoffen, dass sich zahlreiche Gruppen oder Einzelpersonen anmelden, denn Spiel und Spaß, Freude am Miteinander und Fairness sollen im Vordergrund stehen. „Daher haben wir jetzt Unternehmen, Sportmannschaften, Vereine, Organisationen, Schulen und Gastronomiebetriebe angeschrieben, beziehungsweise Einzelpersonen angesprochen, damit es ein gelungener Fußball-Tag wird“, so Engfeld.

Einmal in der Woche kicken junge Männer und Frauen, die in den Werkstätten der Lebenshilfe arbeiten. Einige spielen auch beim SV Rees. Wie Sven Becker, der ebenso bei der Halderner Laufmannschaft mitmacht, Etwa 30 bis 40 Spieler der Lebenshilfe freuen sich auf diesen Tag. Peter Verweyen findet es gut, dass auch Frauen mitspielen. „Die können gut laufen“, weiß der Mitarbeiter der Lebenshilfe, der sich aber auch riesig freuen würde, wenn Mario Götze und seine Freundin Ann-Katrin Brömmel aus Emmerich mitspielen würden.

Die anderen Jungs setzen spontan auf Mirco Boland von Eintracht Braunschweig. „Der kommt aus Rees und spielt in der Zweiten Bundesliga“, berichten sie. Aber es müssen nicht die großen Stars sein, die sich in das Turnier einreihen. „Die Teams werden kurz vor dem Start ermittelt“, erklärt Bolk.

Neben den Turnierspielen gibt zahlreiche Aktivitäten wie eine Schussmessmaschine und Torwandschießen. Schließlich werden nicht nur die Sieger ausgezeichnet, sondern auch derjenige, der das schönste Tor geschossen oder besonders ehrlich gespielt hat. Letzterer erhält den Fair-Play-Pokal.

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