Lale Schenk aus Rees war erfolgreich

Preisträgerin beim Regionalwettbewerb Jugend musiziert: Lale Schenk (14) aus Rees.
Preisträgerin beim Regionalwettbewerb Jugend musiziert: Lale Schenk (14) aus Rees.
Foto: FUNKE Foto Services
Die Querflötistin war beim Regionalwettbewerb Jugend musiziert die einzige Teilnehmerin von der rechten Rheinseite des Kreises Kleve. Sie sicherte sich einen zweiten Platz.

Rees..  Wenn die Klassenarbeiten geschrieben sind, dann holt Lale Schenk ihre Querflöte raus und spielt. „Um runterzukommen“, erklärt die 14-Jährige. Aber auch vor Klausuren spielt sie häufig. „Dann zur Entspannung“, sagt die Gymnasiastin. Beim Regionalwettbewerb Jugend musiziert war sie einzige Teilnehmerin aus dem rechtsrheinischen Kreisgebiet. Ihre Vorträge wurde mit Platz zwei belohnt.

Aufgeregt war sie beim Auftritt schon. „Das Herz klopfte schneller.“ Die Jury, getagt wurde in der Emmericher Realschule, hat’s nicht bemerkt. „Die haben sogar gesagt, dass ich ,nicht nervös’ rüberkomme“, hebt Lale hervor.

Vorgeschrieben war, beim Vorspiel drei Stücke aus zwei Jahrhunderten zu präsentieren. Lale entschied sich dafür, Kompositionen aus gleich mehreren Jahrhunderten vorzutragen: Barock, Romantik und Moderne. Ein Stück spielte sie sogar auswendig.

„Wenn du vom Notenblatt abgelesen hättest, wäre das Spiel flüssiger gewesen“, merkte die Jury später an. Eine Kritik, die Musiklehrerin Fabiola Hallen und Lale nicht nachvollziehen konnten. „Bedauerlich, dass es nicht gewürdigt wurde, dass ich überhaupt auswendig gespielt habe“, sagt Lale, die ansonsten mit der Benotung einverstanden war.

Schülerin und Lehrerin spielten sich vor dem Auftritt zunächst ein – mit dabei war natürlich auch die Klavierbegleitung Jana Joeken. Dann ging es in einen weiteren Klassenraum zum Vorspielen. Hier gab es auch Publikum, natürlich Familienangehörige.

Schon früh hat Lale Schenk sich für Musik interessiert. Schließlich spielt Papa Frank Tenorhorn, Onkel René Schenk Posaune. Schon als Dreijährige nahm Lale am Kurs musikalische Früherziehung der Kreismusikschule Kleve unter Leitung von Gaby Meyer teil. Als sie dann beim Jahreskonzert des Halderner Blasorchesters im Publikum saß, war sie von den Flöten ganz fasziniert. „Das wollte ich auch lernen“, erinnert sie sich. „Mit fünf Jahren war sie aber noch zu klein, um die lange Querflöte zu halten“, erzählt Mutter Inga. „Ich habe dann aber eine gebogene Querflöte bekommen“, sagt Tochter Lale. Ihre Lehrerin war zunächst Monika Wenz.

Ein Leben ohne Querflöte kann sich Lale, die die Jahrgangsstufe 9 des Aspeler Gymnasiums besucht, nicht vorstellen. Allenfalls, später auch mal das Klavierspiel zu lernen. An Weihnachten hat sie mit Papa Frank und ihren zwei Geschwistern Flemming (11), er spielt Schlagzeug, und Leiff (7), er spielt Saxofon, Hausmusik gemacht. Mama Inga hat zugehört. „Ich habe früher mal Blockflöte gespielt“, sagt sie und lacht, „heute bin ich nur noch Notenwart und Taxifahrer.“

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