„Kurort“ Elten könnte kleine Goldgrube werden

Elten..  Vom Luftkurort zum Kneippkurort zur Goldgrube? Ganz so einfach läuft das Vorhaben ambitionierter Orte sicher nicht ab, wenn saubere Luft und die entsprechenden Gesundheitsangebote für mehr (Übernachtungs-)Gäste sorgen sollen. Elten ist aber zumindest auf einem guten Weg zu mehr Einnahmen, wie Emmerichs Touristik-Chefin Dr. Manon Loock-Braun bei der CDU-Mitgliederversammlung im Hotel Wanders betonte. Vergleichbare Umsatzzahlen untermauerten die These, dass Übernachtungs- und Tagesgäste, die vom wertvollen Wörtchen „Kurort“ im Namen angelockt werden, rund 15 Millionen Euro jährlich an Einnahmen in Emmerich lassen würden.

Der Kneippverein Elten deckt bereits die fünf Säulen der Gesundheitslehre ab, die der Pfarrer Sebastian Kneipp im 19. Jahrhundert entwickelt hatte: Kräuter, Ernährung, Lebensordnung, Wasser und Bewegung. Eine wichtige Anforderung dafür, Elten absehbar zum Kurort zu machen, ist ein Gutachten über die Lufthygiene. Vom Kneippverein in Auftrag gegeben, liegen die Werte deutlich unter den Mindestanforderungen, wie Loock-Braun erläuterte, die auch Vorsitzende des Vereins ist und dazu noch dem elfköpfigen Ortsausschuss für Elten angehört.

Das bei den Christdemokraten wenig geliebte Gremium war natürlich auch Thema der Mitgliederversammlung. Ortsverbandschef Werner Spiegelhoff belegte den bekanntlich von der SPD forcierten Ausschuss mit dem Prädikat „unschön“. Selbstverständlich würden die drei CDU-Ratsmitglieder, besondere der bisherige Ortsvorsteher Albert Jansen, weiter ein offenes Ohr für die Anliegen der Eltener haben. Klar geschrieben: Hauptansprechpartner Jansen sei eigentlich immer noch „heimlicher“ Ortvorsteher.

Ein weiteres Thema des Abends war der Masterplan Hochelten. Mit dem Freischneiden der Sichtachsen am Eltenberg und Überlegungen, öffentliche Toiletten zu installieren, ist der Anfang gemacht worden.

Ein Vorhaben für das neue Jahr ist aus CDU-Sicht, Elten mit einem schnellen Breitband für die Internetnutzung auszurüsten. In der Stadt Emmerich ist das ja bereits der Fall.

Bürgermeister Johannes Diks ging in seiner Rede vor seinen Parteifreunden darauf ein, in den nächsten zwei Jahren in Emmericher Bauvorhaben zu investieren. 120 Wohneinheiten bei einem Investitionsvolumen von 140 Millionen Euro lautet ein wichtiges Vorhaben.