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Kunst

Kunstraum dringend gesucht

22.02.2012 | 17:14 Uhr
Kunstraum dringend gesucht
Dirk Schuster WAZ FotoPool

Emmerich.   Ein Malerei-Kurs vom Haus der Familie möchte gern in einer alten Scheune oder einem leeren Ladenlokal sesshaft werden.

Immer wieder dienstags kommt in der Werkstatt im Haus der Familie ein gutes Dutzend Frauen zusammen. Kreativität steht dann auf dem Stundenplan. Denn das muntere Damentrüppchen schwingt gemeinsam den Pinsel. Und zwar in einem fortlaufenden Kurs der Bildungseinrichtung. Geleitet wird dieser von der bildenden Künstlerin Monika Buchen – und das seit dem Kursbeginn vor knapp sechs Jahren.

Die Damen haben einen Wunsch

Im Kern hat sich die einstige Anfängergruppe kaum verändert. Zumindest, was die Besetzung angeht. Was die künstlerische Entwicklung angeht, hat sich dagegen einiges getan. Und daher haben die Damen auch einen Wunsch: „Wir hätten gern ein eigenes gemeinsames Atelier samt Ausstellungsraum“, formuliert Teilnehmerin Ulla Zaunbrecher das Anliegen der Gruppe.

Die Künstlerinnen sind also auf der Suche nach einem leerstehenden Ladenlokal oder einer alten Scheune, in der sie fernab des Kurses im Haus der Familie kreativ werden können. „Vielleicht hat ein netter Bauer ein kleines Plätzchen für uns frei“, hofft Kathy Landscheidt-Jansen. Dieses sollte sich in Emmerich befinden und den Künstlerinnen kostenlos zur Verfügung gestellt werden können. „Kosten für den Strom übernehmen natürlich wir“, so Ulla Zaunbrecher. „Ein oder zwei einfache Räume wären ideal. Diese sollten zwar den ein paar Farbspritzer vertragen können, allerdings nicht sanierungsbedürftig sein“. Schließlich wollen die Damen dort nicht nur kreativ werden, sondern ihre Bilder auch einem Publikum präsentieren können.

Es fehlt an kreativen Orten in Emmerich

„Dazu ist die Kunst auch schließlich da“, sagt Monika Buchen. „Man malt, damit man auch Menschen mit seinen Werken erfreuen kann“, erklärt sie weiter. „Und dazu gibt es in Emmerich leider viel zu wenig Möglichkeiten“, findet Ulla Zaunbrecher. Daher wollen die Dienstags-Damen eine weitere Anlaufstelle kreieren. „Viele aus der Gruppe haben schon einmal ausgestellt. Auch gemeinsam haben wir unsere Werke bereits der Öffentlichkeit präsentiert. Wer das einmal gemacht hat, will natürlich auch weiter seine Kunst für andere zugänglich machen“, erklärt Monika Buchen. Genügend Werke, um einen großen Raum füllen zu können, haben die Damen über die Jahre bereits gemalt. Jetzt fehlt nur noch der passende Ausstellungsraum dazu.

Sarah Eul

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