Kommunales Kino kommt an
12.06.2009 | 15:40 Uhr 2009-06-12T15:40:00+0200Die Themen im jüngsten Kulturausschuss - über Rock over, Hein Driessen und den Kinobus (wir berichteten) hinaus -: Dieter Nuhrs Absage an Emmerich, gestiegene Gagen, Open-Air-Kino am Schlösschen Borghees, der 680 000-Euro-Zuschuss der Stadt an KKK und der Umzug der Kulturbetriebe ins PAN.
Emmerich. Der Kinobus fährt wegen der geringen Resonanz der Emmericher Jugendlichen donnerstags fortan nur noch einmal und Hein Driessen muss sich gedulden, bis die Stadt ein Lager für seine Sammlung sucht. Außerdem haben einige Mitglieder des Kulturausschusses das Engagement von Bürgermeister Johannes Diks bei der Suche nach einem geeigneten Platz für das Rock-over-Festival gelobt (die NRZ berichtete jeweils). In der Sitzung am Mittwochabend hat der Ausschuss außerdem den Wirtschaftsplan des städtischen Eigenbetriebes Kultur Künste Kontakte (KKK) beschlossen. Und KKK-Leiter Michael Rozendaal hatte auch noch zwei gute Nachrichten.
Höhere Gagen
Anders als der Kinobus kommt das Kommunale Kino im PAN beim Emmericher Publikum offenbar an. Zum ersten Kinotag kamen 205 Gäste, zum zweiten 72. „Die niedrigste Besucherzahl bislang lag bei 60 Gästen”, berichtete Rozendaal. Unterm Strich, so Bürgermeister Diks, habe die Stadt durch die Kino-Events bislang sogar ein leichtes Plus verbuchen können – obwohl zum Beispiel Kinder nur zwei beziehungsweise einen Euro (ermäßigt) Eintritt zahlen.
Obendrein meldete Rozendaal eine Zusage der Filmstiftung NRW für Open-Air-Kino am Schlösschen Borghees: Dort soll am Samstag, 15. August, das Drama „Die Herbstzeitlosen” gezeigt werden. Die Filmstiftung organisiere die Vorführung, KKK zahle lediglich 50 Euro GEMA-Gebühren, so Rozendaal.
Die Stadt wird den Haushalt ihres Eigenbetriebes wie in den Vorjahren auch 2009/2010 mit 680 000 Euro ausgleichen. Die Mieten, etwa für das Stadttheater, erspart sie KKK ohnehin. Rozendaal beklagte, vor allem aus Funk und Fernsehen bekannte Künstler und Schauspieler würden immer höhere Gagen verlangen. Und die Kabarettisten Dieter Nuhr und Mathias Richling hätten die Auftritte in Emmerich abgesagt, die KKK bereits angekündigt hatte. Mehreinnahmen von 12 000 Euro erhofft sich KKK durch seine Studienreisen: 2009/10 gibt's zwei bis drei mehr als zuvor, etwa nach New York und Malta.
Umzug ins PAN
20 000 Euro kostet der Umbau im PAN, in das Rozendaal und fünf KKK-Mitarbieter Mitte August einziehen wollen. Dass das Theaterbüro das Theater am Grollscher Weg verlässt, erklärt Rozendaal so: „Wir wollen helfen, das PAN zu beleben. Außerdem liegen wir dann als Kartenvorverkaufsstelle zentraler.” Anfang Juli soll der Umbau beginnen.
13:40
Hallo,
Ihr Bericht enthält einen gravierenden Fehler! Ich habe weder immer höhere Gagen verlangt, noch habe ich einen zugesagten Auftritt in Emmerich abgesagt. Die Aussage ist erlogen und eine Unverschämtheit.
Mit freundlichenGrüßen
Dieter Nuhr