Kolping-Bildungswerk Emmerich: Ende ist beschlossen

Das Karl-Kaster-Haus.
Das Karl-Kaster-Haus.
Foto: NRZ
Was wir bereits wissen
Kolping-Bildungswerk stellt zum 1. September den Betrieb ein. Lösung für Karl-Kaster-Haus wird gesucht.

Emmerich..  Die Mitglieder des Vereins Kolping-Bildungswerk haben in nichtöffentlicher Versammlung am Mittwoch mehrheitlich beschlossen, dass der Betrieb des Kolping-Bildungswerkes ab dem 1. September eingestellt wird. Der Vorstand wurde von den Mitgliedern ferner beauftragt zu klären, wie eine weitere Nutzung des Hauses am Groendahlscher Weg vorstellbar und umsetzbar sein könnte. An erster Stelle als Jugend- und Erwachsenenförderungsstelle.

Deshalb wurde auch ein Antrag zur Änderung der Tagesordnung, den Verein Kolping-Bildungswerk Emmerich aufzulösen und einen Liquidator zu bestellen, abgelehnt: „Die Mehrheit der Mitglieder hofft immer noch, einen Betrieb zur Förderung von Jugendlichen und Erwachsenen unter anderen Bedingungen im Karl-Kaster-Haus aufrecht zu erhalten“, heißt es in einer Mitteilung.

„So bitter diese Tatsache für die unmittelbar Beteiligten und für uns alle ist, folgten die Mitglieder nach ausgiebiger Diskussion mehrheitlich den Vorschlägen des Vorstandes, da die wirtschaftliche Tragfähigkeit künftig nicht mehr gegeben sein wird“, so der Vorsitzende Dietrich Hannemann.

Die wesentlichen Gründe hierfür sind: Die Rahmenbedingungen bezüglich der Förderrichtlinien und des Förderumfanges haben sich seitens der Bundesagentur für Arbeit in Anbetracht sinkender Arbeitslosenzahlen und sinkender Schülerzahlen so geändert, dass die Förderangebote in Emmerich für die Jugendlichen aus Emmerich und Rees für berufs-vorbereitende Bildungsmaßnahmen und Ausbildungsmaßnahmen nicht mehr zur Verfügung gestellt werden. Die Angebote werden in Kleve und Wesel unter Ausweitung der Berufsfelder konzentriert, wobei die Anzahl der Plätze um ein Drittel gekürzt wird. Ferner vollzieht sich in der Förderstrategie ein Wandel hin zur direkten Förderung in die Betriebe, was so vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales mit Ministerin Andrea Nahles an der Spitze gewollt ist.

Schnellstmöglich soll jetzt eine Übernahmelösung für die Azubis und die beiden Meister gefunden werden.