Klever Unternehmen erhielt den Zuschlag

Rees..  Das Bieterverfahren für das städtische Quartier zwischen Jungblut- und Empfängerstraße, wenige Meter entfernt vom Markt, ist abgeschlossen. Wie berichtet, hatte die Stadt Rees den Verkauf des Areals öffentlich ausgeschrieben. Für das bebaute Grundstück gingen sieben Gebote ein. „Wir waren von der Höhe des Höchstgebotes überrascht“, gab der städtische Wirtschaftsförderer Heinz Streuff unumwunden zu.

Laut Bodenrichtwertkarte des Kreises Kleve sind hier die Preise bis zu 350 Euro/qm angesiedelt. Das Gebot soll weit höher ausgefallen sein. „Die Vergabe ist getätigt, aber noch sind keine Verträge unterzeichnet. Das Gebot ist für den Käufer, ein Klever Unternehmen, aber zwingend.“ Auflage für die Vergabe war es, die Kosten für den Abriss zu übernehmen. Und dieser ist nicht unkompliziert, denn das Grundstück ist schwer zugänglich für Abrissgerätschaften durch die Enge der Straßen. Der Käufer muss die Bestands- und Giebelsicherung der Nachbarhäuser gewähren, auch können bei den Abrissarbeiten historische Funde auftauchen. „Aber der Käufer ist so versiert, dass er weiß, auf was er sich einlässt“, ist sich Streuff sicher.

Vermutlich werden auf dem Grundstück Jungblutstraße 1 und 3 sowie Empfängerstraße 2 wieder Wohnhäuser gebaut. Und zwar derart, dass es keine Bebauungsplanänderung, zu der sich die Stadt gegebenenfalls bereiterklärt hätte, nötig wird. Bebaut werden darf dreigeschossig. „Noch gibt es keine Details“, so Streuff, „nur, dass hier freier Wohnungsbau geplant ist.“

Für den Kauf dieses Areals wurde ein deutlich höherer Quadratmeterpreis geboten, als für das Grundstück mit Pumpenhaus neben dem Kanuclub am Rhein. Im April sind die Hochwasserschutzmaßnahmen für den Abbruch und Neubau von der Bezirksregierung genehmigt worden. Einige Details müssen noch angepasst werden, im Herbst könnte mit dem Bau begonnen werden. Gespräche mit einem Pächter für die Gastronomie laufen, so dass im Jahr 2016 hier ein Lokal eröffnen könnte.