Kleine Schatzsucher wurden fündig

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Esserden..  Der kleine Mika ist einer der ersten Schatzsucher an diesem Sonntagabend. Zielsicher lässt er seinen Blick über das Anwesen der Familie Hülkenberg schweifen. Er ist auf der Suche nach einer von gut 50 Ostertüten, die die Jungschützen der St. Irmgardis Schützenbruderschaft Esserden, Reeserward, Speldrop rund um das Hof versteckt haben.

Ein Überraschungsei

Lange braucht der zweijährige nicht, um fündig zu werden. „Ganz tief im Gebüsch versteckt war die Tüte“, erzählt seine Mutter. Doch Äste konnten den Kleinen nicht aufhalten auf seinem Weg zu den verschiedensten Leckereien. Die Tüte ist so voll bepackt, dass Mika sie kaum tragen kann. Stolz hält er das Überraschungsei in der Hand. Es scheint das Highlight der Ausbeute zu sein. So wie Mika gehen noch andere Kinder auf Ostertüten-Jagd.

Nicht alle gleichzeitig, sondern immer dann, wenn sie mit ihren Eltern oder Großeltern auf dem Hof der Familie Hülkenberg eintrudeln, die sich auf das traditionelle Osterfeuer freuen. „Wir haben extra zwei Mädels, die das Ostertütensuchen mit den Kleinen machen“, erzählt Jungschützenmeisterin Jenny van Lier. Jule Schmidt-Landers und Mia Schill sind es, die mit den Kleinen auf die Suche gehen und gegebenenfalls ein paar Tipps geben können, wo die Spur etwas „heißer“ wird. Aber oft müssen sie nicht eingreifen, denn die bunten Tüten sind schnelle Beute der kleinen flinken Sucher. Schließlich warten reichlich Schokolade und Weingummi auf die Finder.

Heiß wird es auch rund um das Osterfeuer, das bei Anbruch der Dunkelheit angefacht wird. Auch hier wurde an die kleinen Besucher gedacht und ein Extrahaufen aufgeschichtet, der schon früher angesteckt wird, damit auch die, die etwas früher ins Bett müssen, noch etwas von dem Feuer haben. „Es ist uns wichtig, dass wir auch etwas für die Kleinen haben“, betont van Lier und weist gleichzeitig darauf hin, dass man der Familie Hülkenberg sehr dankbar für die Nutzungsmöglichkeit ihres Anwesens ist. Oft kämen gerade die ganz kleinen bei solchen Veranstaltungen zu kurz. Zudem möchten die Jungschützen das Osterfeuer und somit auch die Suche der Ostertüten nutzen, um Geld in die Kasse zu bekommen und so das Schützenfest und die Jugendarbeit weiter vorantreiben zu können. Denn die Jungschützen in Esserden sind aktiv. Mit Tagesfahrten und Ausflügen, aber auch mit ihrer Präsenz auf dem Weihnachtsmarkt oder dem Stadtfest zeigen sie, was das Vereinsleben ausmacht, wie Gemeinschaft und Aktivität gelebt wird. „Das schweißt zusammen“, ist sich die 23 jährige sicher. Man wächst zusammen, man wächst in den Verein hinein. Bei den Esserdener Schützen bedeutet das, dass schon Zehnjährige mit dabei sind. Sie dürfen mit in den Verein und werden auch bei den Aktivitäten stets mitgenommen. Die nächste Tagesfahrt geht in das Phantasialand. Dann können auch die jüngsten Vereinsmitglieder dabei sein.