Kinder auf dem Kreuzweg

Emmerich..  Wie kann man Kindern am Karfreitag einen zeitgemäßen und altersgerechten Zugang zum Kreuzweg Jesu Christi machen? In der Seelsorgeeinheit St. Christophorus hat man eine empfehlenswerte Möglichkeit gefunden. Das vorbereitende Team mit Gabi Debiel, Christiane Emam, Rita Fergen und Pater Zacharias bot gestern den 20 Kindern und ebenso vielen Erwachsenen einen gut organisierten Kreuzweg durch die Stadt zu den vier Kirchen. Dabei wurden 14 Stationen zu wenigen wichtigen Ereignissen zusammengefasst, die Kinder aktiv ins Geschehen eingebunden.

In der Aldegundiskirche sammelte man sich und band aus zwei Brettern ein Kreuz, das zwei Kinder über die Promenade zur Martinikirche trugen. Unterwegs half Simon von Cyrene (Christian, 11 Jahre: „Das war nicht so schwer!“), Jesus das Kreuz zu tragen. In der Martinikirche erfuhren die Teilnehmer, wie Veronika dem Leidenden ein Schweißtuch reichte. Pater Zacharias sprach verbindende Worte.

Dann ging es in einem weiten Fußweg mit dem Kreuz, das andere Kinder trugen, zur Liebfrauenkirche. Die Pilger, die in Aldegundis gegen 10.15 Uhr gestartet waren, erreichten Speelberg gegen 11.40 Uhr. Die Überraschung: Ein Streifenwagen der Polizei hatte kühlenden Sprudel für die fleißigen Wanderer mitgebracht.

In der Kirche dachte die Gruppe dann an die Situation, wo Jesus unter dem Kreuz fiel. Während er sich – wie geplant – durch das Spalier der lachenden und schimpfenden Menge schleppte, klappte es doch nicht so recht mit dem Schimpfen. Der Ort war unpassend!

Mit lachender Miene hängte sich die vierjährige Denise wieder an Mutters Arm zum abschließenden Gang in die Heilig-Geist-Kirche. Dort wurde das Kreuz vor zwei Kerzen an den Stufen des Altares niedergelegt. Christiane Emam, Gabi Debiel und Pater Tacharias nahmen Abschied und erinnerten an die kommende Auferstehung. Zu Ostern.