KHS baut neue Montagehalle in Kleve

Norbert Pastoors lobt insbesondere die gute Zusammenarbeit mit Stadt Kleve und Wirtschaftsförderung.
Norbert Pastoors lobt insbesondere die gute Zusammenarbeit mit Stadt Kleve und Wirtschaftsförderung.
Foto: WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Der Verpackungsanlagen-Hersteller investiert in Kleve zwei Millionen Euro. Startschuss fällt im Frühjahr

Kleve..  Das grüne Licht seitens der Muttergesellschaft Salzgitter liegt vor: Für zwei Millionen Euro baut der KHS-Konzern am Standort in Kleve eine neue Montage- und Inbetriebnahmehalle für Verpackungsanlagen. Das bestätigte Norbert Pastoors, im KHS-Konzern unter anderem zuständig für den Klever Standort, gegenüber der NRZ.

Die weltweite Getränke-Industrie ist Kunde der Dortmunder, die eine 100-prozentige Tochter der Salzgitter AG sind. Und es läuft gut beim Verpackungsanlagen-Hersteller – „trotz der Risiken wegen der Ukraine-Krise und der schwächelnden Konjunktur in China“, sagt Pastoors.

Kleve ist eine wesentliche Säule im Konzern. Hier hat man neue Methoden und Prozesse im Rahmen einer Fließmontage entwickelt, um die Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten und auszubauen. Mit Erfolg. Dank der Fließmontage sei es gelungen, die Effizienz deutlich zu erhöhen und die Montagezeiten der Maschinen um bis zu 35 Prozent zu senken.

Rund um den Globus

Mittlerweile werden die in der Schwanenstadt entwickelten Erkenntnisse auf alle KHS-Standorte rund um den Globus ausgerollt.

2014 hatte der Klever KHS-Standort weit über 100 Maschinen gefertigt beziehungsweise montiert. Obwohl er wegen der weltweiten Krisen nur „gedämpft optimistisch“ sei, so Pastoors, rechne er für 2015 wieder mit einem deutlichem Wachstum beim Maschinenabsatz.

Jetzt braucht man mehr Platz. „Dafür bauen wir die 2500 Quadratmeter große Halle“, sagt Pastoors, der ausdrücklich die gute Zusammenarbeit mit der Klever Wirtschaftsförderung und der Stadt lobt. Beide hätten sehr schnell und unbürokratisch unterstützt.

Der Startschuss für die Bauarbeiten an der neuen Halle, die dort entsteht, wo sich heute noch ein Zelt-Provisorium befindet, fällt im Frühjahr. „Bis Ende des Jahres soll das Gebäude fertig und weitere Optimierung in der Montageabläufen implementiert sein“, meint der Manager. Dann verfügt KHS im Klever Gewerbegebiet über eine Produktions- und Montagefläche von fast 20 000 Quadratmetern.

Technologie-Führerschaft ausbauen

Pastoors ist jedenfalls stolz darauf, dass KHS auch dank der Klever Entwicklungen seine „Technologie-Führerschaft“ in Sachen Verpackungsanlagen weiter ausbauen kann. Große Hoffnungen setzt man indes in den neuen sogenannten Großtray-Packer, der zusammen mit einem Kunden entwickelt worden ist und bald auf den Markt kommt. „Die Reise geht voran“, blickt der gelernte Elektro-Ingenieur in die weitere Zukunft.

Übrigens auch, was die Mitarbeiterzahl betrifft. Immerhin arbeiten für KHS bereits wieder über 300 Beschäftigte am Standort Kleve, 294 eigene und 15 Dienstleister.