KFD-Damen aus Rees servierten närrisches Programm

Das Publikum war begeistert von den Darbietungen der Kfd Rees.
Das Publikum war begeistert von den Darbietungen der Kfd Rees.
Foto: Funke Foto Services
Was wir bereits wissen
Die gut vierstündige Veranstaltung kam beim Publikum bestens an. Auf der Bühne standen Christa Ruitter, der weibliche „Simon Vos von Rees“, Christa Baukelmann als geschwätzige Nachbarin und Monika Scholten als Lisbeth, die keine Probleme mit den neuen Medien hat.

Rees..  Es soll auf keinen Fall auffallen, dass die beiden Damen bereits an der Bowle genascht haben, während die Gastgeberin für ein paar Minuten das Haus verlassen hat. Daher schürfen Heike Beyer und Monika Scholten das Gesöff heimlich vom Bowlelöffel. „Schmeckt aber komisch“, können die Damen gerade noch äußern, bevor Gastgeberin Frl. Resi (Gabi Hövelmann) , übrigens die Haushälterin des Pastors, zurückkommt. Mit Bowletopf! Was also war in jenem Gefäß, aus dem sie gekostet haben? Eine Frage, die auch die Damen im Publikum stellten. Ein herrliches Feuerwerk mit heiteren Sketchen, mal flotten, mal fetzigen Tänzen, kurzweiligen Bütten und eingängigen Liedern brannten die Kfd-Damen aus Rees bei ihrem närrischen Nachmittagen im Bürgerhaus ab.

Fräulein Resi und der Bowletopf

Gut 400 Frauen ließen sich die beiden Vorführungen nicht entgehen. Und erfuhren von Frl. Resi, dass sie im Bowletopf Nr. 1 immer die „Söck vom Pastor“ einweicht!

Den wohl am meisten beklatschen Auftritt hatte die Proot-Platt-Gruppe mit dem Titel, „Wenn ich nicht auf der Bühne wär...“. Die Damen tauchten u.a. als Polizistin, Ballerina,Waschfrau, Boxerin und Anstreicherin auf und machten berufstypischen Handbewegungen. Synchron! Dabei gestikulierten sie heftig und immer knapp an einem Zusammenprall vorbei. Einfach köstlich! Klar, dass dafür die Damen an die Gewehre gingen.

Es war schon die zweite Rakete des Nachmittags. Die erste zündeten die Damen für das „Dinner for one“, bei dem Heike Beyer als Miss Heike und Tochter Judith als Butler James brillierten. Im Bürgerhaus saßen Hans Moser, Heinz Rühmann, Heinz Erhardt und Rudi Carrell als Gäste mit am Tisch. Herrlich, wie Judith Beyer diese sprachlich zu imitieren versuchte.

Die dritte Rakete sicherten sich die Damen des Elferrats. Waren sie zunächst als Inderinnen zu sphärischer Musik in den Saal eingezogen, überzeugten sie später als Hard-Rockerinnen mit aufblasbaren E-Gitarren. In Netzstrümpfen und rosé Tutus tanzten sie auf dem „Highway to hell“ von AD/CD.

Auch Lisbeth, alias Monika Scholten, war wieder mit von der Partie. Wie wichtig es ihr ist, mit der Zeit zu gehen, zeigten sich an ihrem „Schmartfon von Äppel“ und daran, dass sie bei Zalando bestellt. Klar, dass sie auch wieder die Männer aufs Korn nahm, die zwei Gene mehr haben sollen als die Frauen: das Auf-den-Zeiger-Ge(h)n und das Fremd-Ge(h)n.

Eine schöne Bütt servierte Christa Ruiter als „weiblicher Simon Vos von Rees“. Keine schwere Aufgabe sah sie als Maklerin darin, das eigentlich abbruchreife Haus ihrer Freundin zu vermarkten. Alle angeblichen Makel redete Ruiter schön, so dass am Ende die Freundin „das Traumhaus“ gar nicht mehr verkaufen mochte.

Es gab viele weitere Gags, auch makabere, bei denen der Ehemann das Leben lassen musste (Bringfriede Verweyen, Annemarie Schapdick) und solche, bei der die Dame (Gabi Hövelmann) ihre Putzsucht nicht unterdrücken konnte und dem Mann (Gisela Kiewitz) beim ersten Rendezvous schon die Hosen auszog – wegen möglicher Katzenhaare auf dem Beinkleid! „Heut’ ist der Tag der Frau’n...“ sang das Publikum ausgelassen. Viele mochten auch nach gut vier Stunde noch nicht heimgehen.