Karl Lamers zu Gast bei Caroline Kennedy

Dr. Karl A. Lamers aus Rees im Gespräch mit US-Botschafterin Caroline Kennedy in Tokio
Dr. Karl A. Lamers aus Rees im Gespräch mit US-Botschafterin Caroline Kennedy in Tokio
Foto: NRZ
Was wir bereits wissen
Begeistert von der Entwicklung seiner Heimatstadt Rees, trat der Politiker dem Reeser Verkehrs- und Verschönerungsverein bei. In Tokio traf er auch Bill Clinton

Rees/Tokio..  Gestern Magda Dresen und Rolf Albring, vergangene Woche Bill Clinton und Caroline Kennedy. So sieht das Leben des CDU-Politikers aus, der seinen Wahlkreis Heidelberg im Bundestag vertritt, dazu in seiner Funktion als stellvertretender Vorsitzender des Verteidigungsausschusses und Mitglied des Präsidiums der Parlamentarischen Nato-Versammlung weltweit unterwegs ist. Dr. Karl A. Lamers besuchte jetzt seine Heimatstadt Rees und war restlos von deren Entwicklung begeistert. „Wenn ich aus meinem Zimmer im Rheinhotel auf die untergehende Sonne schaue, kann es schöner nicht sein“, schwärmte der Reeser auch von der gelungenen Gestaltung der Rheinpromenade und dem Skulpturenpark.

Diese Begeisterung griff Hotelinhaberin Magda Dresen umgehend auf und kontaktierte den ehemaligen Vorsitzenden des Verkehrs- und Verschönerungsvereins, Rolf Albring. Der brachte gleich die gewünschte VVV-Beitrittserklärung mit, die Karl Lamers umgehend ausfüllte.

Wegweisendes Datum

Nur zu genau erinnert sich der 64-jährige Lamers an jenen 22. November 1963, als er sich in seinem Zimmer in der Oberstadt eigentlich auf eine anstehende Mathe-Arbeit vorbereiten sollte. Im Radio hörte er das schier Unglaubliche: Sein großes Idol John F. Kennedy war ermordet worden. Kennedys Rede am 26. Juni in Berlin kannte der damals Zwölfjährige so gut wie auswendig. Wie unter Schock betrat er das Wohnzimmer seiner Eltern mit den Worten: „Ich will wie John F. Kennedy Politiker werden.“

Sein Vater, der über Jahrzehnte in Rees als Hausarzt tätig war, merkte bald, dass dies kein loser Spruch war. Sohn Karl besuchte als Schüler mehrfach den damaligen Regierungssitz Bonn, brachte Unmengen an Infomaterial mit nach Hause, sprach in Botschaften vor und brennt bis heute für die Politik.

Als jetzt im März eine Reise nach Tokio anstand, wo Karl Lamers mit dem stellvertretenden Verteidigungsminister von Japan sowie hochrangigen US-Politikern zusammentreffen sollte, schrieb er im Vorfeld seines Besuchs der US-Botschafterin in Japan, Caroline Kennedy, davon, dass ihr Vater seinen politischen Lebensweg wegweisend geprägt habe.

„Sie lud mich in ihr Büro ein. Ich war höchst bewegt von dieser Begegnung. Zumal ich jenes bekannte Foto mit Caroline auf dem Arm ihres Vaters an der Wand entdeckte.“ Bill Clinton, der derzeit seine Frau Hillary im Wahlkampf unterstützt, traf ebenfalls mit Lamers in Tokio zusammen. Thematisch ging es um die derzeitigen Krisenregionen. Wie die Ukraine.

„Japan steht an der Seite der USA und des Westens hinsichtlich der aggressiven Politik Russlands, der Krim-Annexion und der Unterstützung der Separatisten im östlichen Teil der Ukraine“, resümierte Lamers das Gespräch mit Regierungsmitglied Hideshi Tokuchi.

Seit 1994 gehört Karl Lamers dem Bundestag an und ist seitdem Mitglied des Verteidigungsausschusses. Bei der Bundestagswahl wurde er direkt gewählt, obwohl die Landesregierung Grün ist und Heidelberger Studenten keine klassischen CDU-Wähler sind. Karl Lamers hat sein Herz in Heidelberg verloren, aber nach seinem jetzigen Besuch in Rees den Reiz der alten Heimat wiederentdeckt.