Kao baut Kapazitäten kontinuierlich aus

Emmerich..  Kao Chemicals wächst am Standort Emmerich zwar nicht mit Riesensprüngen, aber doch kontinuierlich. Sehr zur Freude des japanischen Mutterkonzerns. Jetzt investiert Kao Chemicals 500 000 Euro in die Erweiterung von Anlagen an der Kupferstraße. Konkret bedeutet das: Die Kapazität der bestehenden TAP-Anlage zur Herstellung tertiärer Amine soll auf 43 000 Tonnen, also um etwa 53 Prozent pro Jahr, erhöht werden.

„Die Nachfrage war so groß, dass wir die Kapazitätserweiterung forciert haben“, erläuterte Geschäftsführer Herbert Tripp gegenüber der NRZ. Weitere TAP-Anlagen stehen unter anderem in Japan und auf den Philippinen. „Mit der Erweiterung werden wir im Konzern wieder die größte Einzelkapazität haben“, freut sich der 58-Jährige.

In einem Brenner

Die Bezirksregierung hatte gegen die Erweiterung der TAP-Anlage ebenso wenig Bedenken wie gegen die umweltfreundliche Verbrennung der Abluft aus der benachbarten und ebenfalls ausgelasteten PCE-Anlage zur Herstellung von Beton-Zusatzstoffen im Abgasbrenner der TAP – als Alternative zur direkten Ableitung in die Atmosphäre.

Durch das Hochfahren der Produktion erhöht sich das Abgasvolumen um rund 15 Prozent. Dafür ist ein neuer Abluftventilator mit Rohrleitungen erforderlich. „Das hat den charmanten Vorteil“, betont Tripp, „dass wir die Emissionsgrenzen mehr als einhalten und bei künftigen Kapazitätserweiterungen der PCE-Anlage noch ausreichend Spielraum haben“. Die Aufsichtsbehörde in Düsseldorf hält Umweltverträglichkeitsprüfungen für nicht erforderlich und genehmigte die entsprechenden Anträge von Kao.

Seit 1992 Kao

Kao ist seit 1992 in Emmerich ansässig und hat 230 Mitarbeiter. Der Umsatz liegt bei 260 Millionen Euro im Jahr. „Wir sind profitabel, schreiben schwarze Zahlen“, betont Tripp. Kao stellt Vorprodukte für die chemische Industrie her. Zu den Kunden gehören auch Beiersdorf, Nivea, Unilever und Procter & Gamble.

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