Kammerkonzert mit AC/DC und Led Zeppelin

Das New Electric Guitar Ensemble zeigte sein großes Musik-Repertoir.
Das New Electric Guitar Ensemble zeigte sein großes Musik-Repertoir.
Foto: Funke Foto Services
Was wir bereits wissen
Bei den 17. KulTourtagen des Kreises Kleve wurde in Emmerich musikalisch ein breites Repertoir geboten. Auch das Rheinmuseum, Künstler Hein Driessen und das Reeser Museum machten mit.

Emmerich..  Zum 17. Mal hatte der Kreis Kleve zu seinen KulTourtagen eingeladen. Wieder erklärten sich 30 Orte bereit, dabei mitzumachen. Am Wochenende standen auch das Rheinmuseum Emmerich und die Galerie von Hein Driessen mit Ausstellungen und Führungen im Rahmen dieser Aktion auf der Teilnehmerliste. Die Kreismusikschule ergänzte das Angebot am Samstag um ein Kammerkonzert.

Vor gut 50 Gästen zeigte die Mu-sikschule eine interessante Auswahl aus ihrem Angebot. Zunächst erzählten MusiKids unter Leitung von Ingrid Hauser von der „Kleinen Raupe Stück für Stück“ nach einem Buch von Leo Lionni.

Hier wird der Leser über die Erlebnisse der kleinen Raupe mit Rotkehlchen, Flamingo und Nachtigall informiert. Über die kurzen Geschichten, in denen die jungen Akteure sprechend und singend von den Tieren erzählten, begleitet von Glockenspielen und anderen Stabspielen, schmunzelten die Besucher mehrfach. Da zwei Spielerinnen fehlten, musste improvisiert werden. Erstaunlich war, wie Kati Schubert, Philine Venendaal, Ineke von der Gabelentz und Laura Walczak mit der ungewohnten Situation fertig wurden.

Beifall für „Londonderry Air“

Die zweite Gruppe, ein Streichquartett der Schule unter Immelie Backhuijs mit Johanna Güttler, Laura Heyermann, Eduard Schneider, Violinen, sowie Samira Grabbe, Cello, stellte sich mit klassischen und modernen Stücken vor. Das Traditional „Londonderry Air“, bei dem sich das Thema bei verschiedenen Instrumenten wiederfand, erhielt stärksten Beifall.

Natürlich sollte auch der moderne Sound nicht fehlen. Im letzten Abschnitt des Kammerkonzertes, an dem der Leiter der Kreismusikschule, Thomas Dieckmann teilnahm, – auch der ehemalige Leiter der Kreismusikschule, Herbert Krey, war ein gern gesehener Gast – hörte man das New Electric Guitar Ensemble. Unter der Leitung von Raimund Philippi hatten die sieben Akteure intensiv geprobt. Mit Begeisterung spielten Utz Elias Ebbers, Antonia Federer, Samuel Hübenthal (Gitarren), Oliver Pineker, (Bassgitarre) Jordi Klever und Sören Strecke, (Schlagzeug) und Erik Ulrich (Vocals, Gitarre) Titel der Gruppen „The Who“ – bekannt aus den 60er- und 70er-Jahren – und Led Zeppelin, der britischen Rockband der 70er- und 80er-Jahre. Deren Song „Black Dog“ (auch zu übersetzen mit „Depression“) allerdings nichts von einer solchen zeigte. Nicht zu vergessen ist auch AC/DC mit dem Song „T.N.T“

Mit diesen Beiträgen setzten sie den Schlusspunkt unter ein ausgeglichenes Kammerkonzert, das gut die verschiedenen Möglichkeiten einer Musikschule demonstrierte.

Zu den Angeboten des Wochenendes gehörte ebenfalls die „Lange Nacht der Museen“, wobei man diesen Begriff nicht zu wörtlich nehmen sollte. Die Zeiteinteilung richtete sich nach den örtlichen Verhältnissen. So war das Rheinmuseum Emmerich am Samstag nur von 10 bis 20 Uhr geöffnet. Das Museum Schloss Moyland hatte sich indes am Samstag bis 24 Uhr auf viele Besucher eingerichtet.

Übrigens: Auch in Rees konnten Interessierte im Rahmen der KulTourtage am Wochenende im Koonraad Bosmann Museum am Samstag einem Kammerkonzert der Haldern Strings zuhören. Oder am gestrigen Sonntagmorgen an einer interessanten Museumsführung teilnehmen. Das Museum in Rees hatte danach immerhin noch bis gegen 17 Uhr geöffnet.