Julchen vom Lande brachte Mistgabel mit auf die Bühne

Mächtig was los war bei der Gala-Sitzung des Elferrates der Kolpingfamilie Isselburg unter dem Sessionsmotto „Licht aus, Spot(t) an, jetzt sind die Narren dran“ in der Bürgerhalle Herzebocholt in Isselburg.
Mächtig was los war bei der Gala-Sitzung des Elferrates der Kolpingfamilie Isselburg unter dem Sessionsmotto „Licht aus, Spot(t) an, jetzt sind die Narren dran“ in der Bürgerhalle Herzebocholt in Isselburg.
Foto: Funke Foto Services
Was wir bereits wissen
Große Galasitzung des Elferrates der Kolpingfamilie Isselburg in der proppevollen Bürgerhalle in Herzebocholt.

Herzebocholt..  Ausverkauft stand an der Eingangstüre der Bürgerhalle in Herzebocholt. Trotzdem waren noch einige ohne Eintrittskarte gekommen, die unbedingt die Galasitzung der Kolpingfamilie Isselburg unter dem Motto „Licht aus – Spot(t) an! Jetzt sind die Narren dran!“ erleben wollten. Da hieß es dann Tische schleppen und Stühle rücken, so dass am Ende jeder einen Platz hatte und Präsident Christoph Kock bei der Begrüßung Gänsehaut bekam, denn so voll hatte der die Halle seit Jahren nicht mehr gesehen!

Nachdem sich die Mini-Garde in die Herzen der Zuschauer getanzt hatte, wurde das Prinzenpaar Frank I. „von Klecks zu Farbe“ (Kuno) und Gerlind I. von Bett zu Pfanne“ (Zallmanzig) vom Fanfarenzug Anholt in den Saal geleitetet und mit ganz viel Applaus empfangen. Auch das Kinderprinzenpaar Luca I. (Oymanns) und Lea I. (Angenendt) durften auf der großen Bühne nicht fehlen.

Als erster Büttenredner hatte es „Der Knaller“ Andre Nehring sicherlich schwer. Alles im Leben habe seine Zeit, heute Freud und morgen Leid. Und mit diesen Geschichten aus Familie und Freundeskreis hatte der Knaller von FC schon bald die Stimmung im Saal angeheizt. Ein Hingucker waren die jungen Mädels vom TSV Bocholt. Nach ihren Showtanz „Flasche leer – jetzt muss Ketchup her“ unter der Leitung von Jutta Gerritzen wurden die ersten Zugabe-Rufe laut und die Tanzgruppe, die bei der Westfalen-Meisterschaft den 1. Platz belegt, gab diesen Rufen gerne nach.

Stammtischrocker „Zottel“ Stefan Diedrichsmeyer kannte sich im Kneipenleben in Duisburg hervorragend aus, und nach dem Gardetanz unter Leitung von Janine Tekaat kam Julchen vom Lande mit Mistgabel und Milchkanne auf die Bühne. Schon alleine ihr Anblick war einfach köstlich, und was Melanie Meyer zu erzählen wusste, war schon Narretei vom Feinsten. Wer sie mal heiratet bekommt eine fette Sau als Mitgift, aber dieser Mann müsste auch ein Held sein. Großartig war auch die Playback-Show von Elferrat, Elferratsfunken und Kegelclub „Die Plümmeljäger“. Keine Kosten und Mühe hatte man gescheut, um Showgrößen wie Wolfgang Petry, Jürgen Markus oder Abba auf die Bühne zu bringen. Das Publikum hielt es bei Hits aus den 70er-Jahren nicht mehr auf den Stühlen.

Extra aus Berlin und Moskau angereist waren „Angie“ (Thomas Purwin) und „Wladimir“ (Christoph Angenendt). Die zwei Politgrößen hatten sich in Herzebocholt zu einem G2-Gipfel getroffen, um über die Weltpolitik zu diskutieren. „Und was ist eigentlich in Dresden die Pegida?“ wollte Putin von Merkel wissen. Zusammenfassend hat er ihre Erklärung so verstanden. „Pegida“ verteidigt religiöse Werte, an die sie selbst nicht glauben (da die meisten Atheisten sind), gegen Menschen, die es bei ihnen nicht gibt (Muslime gibt es in Dresden nicht viele), von denen aber in den Medien berichtet wird, die sie aber für Lügner halten.

Das Damenballett als Matrosen, das Herrenballett als Krankenschwestern in roten Stumpfhosen und vor allen Dingen die „No Romeo’s“ mit einer fantastischen „Schwarzlicht-Showeinlage“ rundeten die 66. Auflage des Kolping-Karnevals ab.