John Elliott versüßte den Abend

Haldern..  Das ist mal ein echter Alleinunterhalter! Wenn Singer-Songwriter, dann gerne so. John Elliott verstand es am Dienstagabend rund 60 Gäste in der Haldern Pop Bar bestens zu unterhalten. Das Publikum war begeistert vom natürlichen, sympathischen, interaktiven US-Liedermacher mit seinem herrlichen Humor. Er hat eine einnehmende Bühnenpräsenz – man hört ihm aber auch sofort zu. Seine beeindruckende, helle Stimme klingt immer angenehm. Seine selbstironischen, teils nachdenklichen Texte sind genial und für ein deutsches Publikum gut zu verstehen.

Schon die inhaltlichen Sprünge manch eines Textes sorgten für eine ganz eigene Komik. Wortwitz und pfiffige Gedankenspiele hatte Elliott drauf. Der erfahrene Musiker (über 1000 Konzerte auf fast allen Kontinenten) weiß eben ein Publikum anzupacken. Er brachte sie zum Mitsingen („Singt diese Zeilen bitte mit Wut im Bauch“) und das wurde streng kontrolliert. Lacher waren ihm gewiss, als er sich für die US-Politik der vergangenen 230 Jahre entschuldigte. Und für den nächsten Präsidenten Bush (da wächst einer nach) schon im voraus. Elliott untermalte seinen Gesang entweder an der Gitarre, dessen Saiten er gerne ohne Zeige- und Mittelfinger spielt, oder am Piano. Beide Instrumente spielte er elegant, gekonnt.

Zum Abschluss gab’s ein Duett mit der Kölner Solo-Künstlerin Safetyville, die bereits im Vorprogramm mit ihrer facettenreichen, kräftigen Stimme beeindruckte. Sie sangen „This Land is Your Land“ von Woody Guthrie. Sehr schön.