Jäger informierten über ihre Arbeit

Kreis Borken..  Die Novellierung des Landesjagdgesetzes hat nun wieder die Jäger des Kreises Borken beschäftigt. Am Donnerstag trafen sie sich mit Verantwortlichen der SPD zu einem Gespräch. Hierin wurde nicht nur über diverse Knackpunkte aus der Novellierung des Landesjagdgesetzes diskutiert, die Jäger stellten bei der Gelegenheit auch die Aktivitäten für Natur- und Umwelt und Umweltbildung um die Rollende Waldschule vor.

Berufsjäger Thomas Berner erläuterte an Beispielen, dass die Fallen- und Baujagd auf Prädatoren (Räuber, die sich von lebenden Organismen ernähren) unerlässlich sei. Schließlich ginge vom Fuchsbandwurm oder auch der Tollwut eine Gefahr für den Menschen aus. Zu viele Füchse und wildernde Katzen seien zudem eine Gefahr für die Artenvielfalt im Kreis Borken insgesamt sowie gesunder Wildtierbestände. Außerdem berichtete Josef Lehmkuhl, Vorsitzender der Kreisjägerschaft Recklinghausen, über die Notwenigkeit von Wildkameras zur Dokumentation der Entwicklung von Wildtierbeständen.

Viele Anregungen für Diskussion

Sehr verwundert waren die Abgeordneten über den hohen Schnepfenbestand in Europa, Deutschland und natürlich im Kreis Borken. Heinrich Rülfing, Vorsitzender der Kreisjägerschaft Borken, sieht angesichts steigender Bestandszahlen keinen Anlass für eine in der Novellierung der geplanten Streichung der Waldschnepfe von der Liste der zu bejagenden Arten.

Zum Abschluss der Gesprächsrunde versprach der agrar- und umweltpolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, Norbert Meesters, die Anregungen der Kreisjägerschaft für die weiteren Diskussionen im Landtag mitzunehmen. Der nächste wichtige Termin auf dem Weg zum endgültigen Jagdgesetz sei die parlamentarische Anhörung am 22. Januar.

Dankbar erkannten der Norbert Meesters und die Fraktionsvorsitzende der SPD-Fraktion im Borkener Kreistag, Elisabeth Lindenhahn an, dass die Jägerschaft zukünftig Gruppen, Parteien und Verbände zu Kamingesprächen einladen werde. Der Landtagsabgeordnete stellte fest, dass es nach seiner Erfahrung auch im ländlichen Raum immer wichtiger werde, dass die Jägerschaft über ihre Arbeit informiere und so die Akzeptanz für die Jagd in der breiten Öffentlichkeit stärke.