Isselburger Klärmeister geht in den Ruhestand

Isselburgs Bürgermeister Rudi Geukes (l.) überreichte Heiner Bernsen eine Urkunde zum Abschied.
Isselburgs Bürgermeister Rudi Geukes (l.) überreichte Heiner Bernsen eine Urkunde zum Abschied.
Foto: Funke Foto Services
Was wir bereits wissen
Mister Klärwerk hat es geschafft. Nach fast 38 Jahren an der Spitze des Isselburger Klärwerkes hattes Heiner Bernsen am Freitag offiziell seinen letzten Arbeitsplatz. Stadt und Mitarbeiter verabschiedeten ihn.

Isselburg..  Heiner Bernsen lässt sein „Baby“ zurück. Geht auch nicht anders: Denn in den vergangenen fast vier Jahrzehnten ist dieses gehörig gewachsen. Das Isselburger Klärwerk, es war fast 38 Jahre die tägliche Wirkungsstätte des 63-jährigen Anholters. Nun ist aber Schluss: Mister Klärwerk geht in Rente. Und das, wie er sagt, „mit einem lachenden und einem weinenden Auge.“

Im Kreise seiner Mitarbeiter, der Stadtverwaltung Isselburg und seiner Familie wurde der Leiter des Klärwerks gestern offiziell verabschiedet. „Als ich hier angefangen habe“, erinnerte sich Bernsen in seiner Rede, „da stand auf diesem Gelände gerade einmal der Faulturm. Und selbst der war noch ein Rohbau.“ Doch mit seinen Dienstjahren ist nicht nur die Anlage gewachsen. Auch der studierte Elek-trotechniker lernte stets hinzu. Denn als er 1977 seine Stelle als Leiter antrat, war er eigentlich fachfremd. Fortbildungen machten ihn letztlich zum Klärmeister.

Und als dieser hat er viel auf dem Gelände am Klärwerk 2 in Isselburg erlebt. So wie etwa zwei Modernisierungen der Anlage. „Es war toll, daran mitzuarbeiten und Ideen zu entwickeln als auch zu verwirklichen“, so der zweifache Großvater. Gerade die erst kürzlich zum großen Teil abgeschlossene Modernisierung, habe ihm viel Freude bereitet. Kein Wunder: Seine alte Wirkungsstätte weist mittlerweile die besten Werte im Kreis Borken auf. Und lässt beim nun ehemaligen Klärwerksleiter auch ein wenig Stolz mitschwingen, wenn er darüber redet.

So wie noch etwas anderes. Nämlich seine beiden Enkelkinder. Um diese will er sich nun noch mehr zusammen mit seiner Frau Angelika kümmern. Außerdem soll es mit dem Fahrrad auf Tour gehen. Strecken von 300, aber auch 700 Kilometer absolviert das Paar ohnehin immer wieder gern. So dann auch zukünftig mit viel Zeit und Muße im Gepäck.

Nachfolger eingearbeitet

Bürgermeister Rudi Geukes verabschiedete persönlich den einstigen Klärwerksmeister. Denn Geukes und Bernsen kennen sich gut. Vor allem vom Tennisplatz. Dumm nur: „Du hast nun mehr Zeit zum Trainieren“, so Geukes in Richtung des Neu-Rentners. Beim nächsten Match fürchtet Isselburgs Erster Bürger nun den Kürzeren zu ziehen.

Auch wenn Heiner Bernsen mit Wehmut geht: Er kann sein „Baby“, das Isselburger Klärwerk, in guten Händen wissen. Denn seine Nachfolge ist bereits seit Anfang des Jahres gesichert. Björn Adams hat nämlich seine Arbeit im Januar beim Klärwerk aufgenommen. So konnte sich der 31-Jährige aus Kalkar langsam in die Materie einarbeiten. Ab Montag übernimmt er dann offiziell Bernsens alten Platz in der Schaltzentrale des Klärwerkes.