Isselburger entscheiden am 20. September

Am 20. September wird der erste Bürgerentscheid in der Geschichte der Stadt Isselburg durchgeführt.
Am 20. September wird der erste Bürgerentscheid in der Geschichte der Stadt Isselburg durchgeführt.
Foto: WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Am 20. September geht es für die Isselburger an die Wahlurnen. Sie entscheiden, ob das Feuerwehrgerätehaus des Löschzuges Isselburg nun doch am Stromberg gebaut werden soll und nicht an der Reeser Straße.

Isselburg..  Nun ist es amtlich: Am 20. September haben die Isselburger die Wahl. Sie werden die Frage beantworten müssen, ob das neue Feuerwehrgerätehaus des Löschzuges Isselburg der Freiwilligen Feuerwehr nun doch am Stromberg gebaut werden soll oder nicht. Im November hatte der Rat beschlossen, dass das Gebäude an der Reeser Straße erreichtet werden soll. Daraufhin sammelte eine Bürgerinitiative Unterschriften mit dem Ziel, das neue Feuerwehrgerätehaus am Stromberg zu errichten.

Diesem Ersuchen folgen, wollten die Isselburger Ratdamen und -herren aber nicht. Zwar sprach sich die Mehrheit der Politiker für die Zulässigkeit des Begehrens aus, allerdings nicht dafür, dass nun auch am Stromberg gebaut werden soll. Während sich am Mittwochabend nochmals SPD und FDP sowie die Fraktionslosen Monika Willing und Felix Kleideiter für den Standort Stromberg aussprachen, votierten CDU, Grüne und Bürgermeister Rudi Geukes dagegen.

Beschämendes Verhalten

Vor allem Isselburgs Oberhaupt, das gleichzeitig auch Chef der Freiwilligen Feuerwehr ist, hatte sich verbale Schläge von CDU-Chef Frank Häusler eingefangen. „Beschämend“, hatte der Christdemokrat das Verhalten Geukes tituliert. „Sie stellen sich gegen die Feuerwehr, weil sie sich für den Stromberg stark gemacht haben.“ Und damit eben der Richtung seiner Partei, der SPD, gefolgt sei. Dabei, so Häusler, sei Geukes doch der Bürgermeister aller Isselburger.

Doch auch ohne die Stichelei Häuslers hatte Geukes noch einmal ein Wort an Rat und die zahlreichen Zuschauer richten wollen. Dass er zunächst für den Stromberg war, sei rein aus Gründen der Wirtschaftlichkeit gewesen. Er hätte auf die Finanzen der Stadt geschaut, so Geukes. Doch da neue Berechnungen zeigen, dass der Neubau am Stromberg deutlich teurer sei als an der Reeser Straße, könne er nun nicht mehr dem Begehren entsprechen. Und nicht nur diese Zahlen sprachen gegen den Standort. Ordnungsamtschef Frank Schaffeld hatte den Versuch einer Prognose unternommen, den selbst der Kreisbrandmeister als realistisch einschätzte. Schaffeld hatte versucht zu ermitteln, wie viel Prozent der Isselburger Haushalte im Rahmen der vom Rat festgelegten Hilfsfrist von acht Minuten von den beiden Standorten aus erreicht werden können. Das Ergebnis: Ab Stromberg – die neue Zugangsstraße schon eingerechnet – könnten 42 Prozent der Isselburger Haushalte erreicht werden. Ab Reeser Straße würde der Löschzug Isselburg fast die doppelte Anzahl, nämlich 81 Prozent erreichen.

Eben solche Infos als auch die Kosten für die beiden Standorte werden den Bürgern noch einmal in einer Info-Broschüre darstellt (siehe Box). Damit sie am 20. September gut informiert entscheiden können: Soll das neue Feuerwehrgerätehaus am Stromberg gebaut werden? Ja oder Nein?