Isselburg: Zeitplan festlegen, Standort bestimmen

Sind hoffentlich bald Geschichte: Die Gebäude neben dem Klärwerk in Isselburg.
Sind hoffentlich bald Geschichte: Die Gebäude neben dem Klärwerk in Isselburg.
Foto: WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Flüchtlingsheim in Isselburg soll neu gebaut werden. Vorbereitungen laufen. Eventuell wird eine Sondersitzung einberufen.

Isselburg..  Fast ein Vierteljahrhundert sind jene Gebäude neben dem Klärwerk alt, in denen die Flüchtlinge untergebracht sind. 25 Jahre sind an der Bausubstanz nicht spurlos vorübergegangen. Fehlende Wärmedämmung hat hier, unter anderem, dazu geführt, dass es in den Räumen eine hohe Schimmelbildung gibt. Immerhin: Politik und Verwaltung haben einen Neubau beschlossen. Im Oktober 2013 wurden bereits Standards erarbeitet durch eine Arbeitsgruppe und für den Neubau vorgestellt. Vorsichtig wurde damals verlautbart: 2014 könnte mit dem Bau begonnen werden. Die Realität ist eindeutig: Bis heute ist nichts geschehen.

„Das Thema brennt“

Doch das soll sich ändern. Uwe Übelacker von den Grünen regte in der vergangenen Sitzung des Sozialausschusses an: „Wir müssen unbedingt einen Zeitplan für den Neubau festlegen.“ Bei Bauamtschef Michael Carbanje traf er dabei auf große Zustimmung: „Für die nächste Ausschusssitzung bereite ich eine Vorlage vor, wie wir in Sachen Neubau weiter vorgehen.“ Diskussionen über einen möglichen neuen Standort des Flüchtlingsheimes müssten geführt werden. Ebenso über die Zeitschiene. „Das Thema brennt“, unterstrich auch Übelacker.

Daher sollte die Verwaltung über eine Sondersitzung zum Thema Neubau des Flüchtlingsheimes nachdenken. „Das ist sonst alles zu spät“, so Übelacker, der nun endlich in dieser Sache konkret werden möchte. Fest steht, die alten Wohneinheiten sollen abgerissen werden, nachdem drei neue Wohnblocks entstanden sind. 2013 wurden die Kosten für den Neubau mit rund 700 000 Euro beziffert. Als Standards wurden festgelegt, dass das Gebäude etwa zweigeschossig mit Stahlaußentreppen errichtet werden und dass jede Wohnung einen eigenen Eingang bekommen soll. Zudem sollten möglichst keine Treppenhäuser und Gänge gebaut werden. Der Grund: So können Stellflächen für Unrat und Müll vermieden werden.

Dr. Theodor W. Beine (SPD) verwies beim Thema Flüchtlinge auch noch auf etwas anderes. Nämlich den Umgang mit diesen in der Stadt Isselburg. „Wir sollten uns nicht nur um den Neubau kümmern, sondern auch um eine neue Willkommenskultur für diese Menschen“, regte er an. Und forderte damit einen runden Tisch für diese Thematik zu gründen.

Vorerst soll aber erst einmal der Neubau Priorität genießen.