Isselburg macht sich bereit fürs Breitband

Gibt es ein positives Votum, könnte auch bald der Ausbau des Glasfasernetzes
Gibt es ein positives Votum, könnte auch bald der Ausbau des Glasfasernetzes
Foto: Walter Fischer
Was wir bereits wissen
Isselburgs Bürgermeister Rudi Geukes berichtet über den aktuellen Stand in Sachen Breitband. Nach Karneval soll der Startschuss für eine Nachfragebündelung starten .

Isselburg..  Der 18. Februar wird ein wichtiger Tag für Isselburg. Denn dann startet die Nachfragebündelung zum Breitbandausbau in Isselburg. Das niederländische Unternehmen Deutsche Glasfaser wagt dann noch einmal einen Versuch, das schnelle Internet nach Isselburg zu bringen. Zunächst einmal für die Ortsteile Isselburg, Anholt und Werth. Die drei anderen Ortsteile Heelden, Vehlingen und Herzebocholt können erst später an die Breitbandversorgung angeschlossen werden – sofern denn 40 Prozent der Haushalte aus Anholt, Werth und Isselburg das Angebot auch verbindlich bestellen.

Mehrere Wochen wird die Nachfragebündelung dauern. Sollte sie positiv verlaufen, könnten bis Ende des Jahres alle Häuser mit einem Glasfaseranschluss versorgt sein. Im Frühjahr und Sommer könnten dann die Bauarbeiten auf den Straßen laufen. Deutsche Glasfaser, als auch Bürgermeister Rudi Geukes unterstreichen daher nochmal: „Wenn das Vorhaben dieses Mal scheitert, bekommt Isselburg in den nächsten Jahren kein schnelles Internet“, so Geukes.

Doch der Bürgermeister weiß auch: Dieses Mal sind die Voraussetzungen besser als noch in 2011. So wird es in diesem Durchgang etwa „ein differenziertes Angebot geben“, erklärt Isselburgs Bürgermeister. Heißt: Es gibt verschiedene Module für TV, Telefonie und Internet. Genaue Informationen zu den einzelnen Paketen und der Nachfragebündelung wird die Deutsche Glasfaser am 18. Februar der Presse vorstellen. Und damit dann auch ihre eigene Werbeaktion in der Stadt starten. „Es wird sogar eine eigene Servicezeitung für Isselburg geben zum Thema Breitbandausbau“, sagt Geukes, der auch schon in Aussicht stellen konnte, dass es auch wahrscheinlich drei Info-Abende geben wird. Diese sollen Anfang März in Isselburg, Werth und Anholt durchgeführt werden. Eventuell wird die Stadt auch noch eine Info-Veranstaltung in Zusammenarbeit mit der Wirtschaftsförderung des Kreises Borken initiieren.

Wichtiger Standortfaktor

Geukes will auch noch einmal hervorheben, dass das schnelle Internet nicht nur Standortfaktor für die Firmen in Isselburg sei. Nein. „Es geht um unsere Infrastruktur“, sagt der Bürgermeister. Denn vor allem auch Familien, die ein Haus bauen oder kaufen wollen, fragen nach dem Stand des Breitbandausbaus. Bekanntermaßen hat Rudi Geukes bereits 2013 eine Multiplikatorengruppe gegründet. Vertreter aus Schulen, Politik, Feuerwehr, Sport, Einzelhandel und weiteren Bereichen ziehen darin an einem Strang und wollen ab Februar fleißig Werbung für den Breitbandausbau in Isselburg machen.