Isselburg: Anholter begeistern unterm Zirkuszelt

Die Kinder der Grundschule Anholt zeigten kühne Tricks und Darbietungen in der Manege.
Die Kinder der Grundschule Anholt zeigten kühne Tricks und Darbietungen in der Manege.
Foto: FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
Die 140 Kinder der Grundschule Anholt in Isselburg tauschten Klassenzimmer gegen Manege – und boten eine einmalig bunte Show mit viel Artistik, Spaß und sogar Tieren.

Anholt..  Hoch ragen die Zipfel des Zirkuszeltes zwischen den Bäumen an der Schneidkuhle hervor. Einladend dringt die fröhlich-taktvolle Musik durch die geöffnete Tür. Ein Duft vom Popcorn steigt in die Nase. Und plötzlich hallt „Manege frei!“ durch die Lautsprecher. Schnell sausen die letzten Gäste vor dem Zelt hinein ins Rondell und sind sofort drin – in der lustig-bunten Zirkuswelt. Und die hat nicht ohne Grund Station an der Schneidkuhle gemacht.

140 Kinder der katholischen Grundschule habe nämlich drei Tage lang das Klassenzimmer gegen die Manege getauscht, um dann – im Rahmen einer Galavorstellung – Eltern, Freunden und Verwandten zu zeigen, was sie alles gelernt haben. Soviel sei gesagt: Als Seiltänzer, Clowns, Akrobaten und Tierbändiger machten die Anholter Kids eine sehr gute Figur.

Kinder bestimmten Programm

Wie man als Zirkusartist die Zuschauer auf den Bänken in den Bann zieht, hatten Alexandra Kaselowsky (20) und das restliche Team vom Circus Casselly den Schülern mit fleißigem Training beigebracht. Dies auch klassenübergreifend. Sprich die erste zusammen mit der vierten Klasse und die zweite mit der dritten. Was die Kinder unter dem blauen Zirkushimmel präsentieren wollten, hatten sie übrigens selbst entschieden. Natürlich nachdem die Zirkusleute ihnen verschiedene Nummern vorgestellt hatten.

Einen lustigen Auftritt hatte da zum Beispiel die große Clownsgruppe, die den Zirkus in eine Disco verwandeln wollte. Da hatten sie die Rechnung aber ohne Alexandra Kaselowsky gemacht, mit der sie mächtig Ärger bekamen. Zum Spaß, versteht sich. Den Publikum gefiel es sehr. Der Applaus war auf der Seite der Clowns.

Für vor Staunen offene Münder sorgte dann die nächste Nummer. Felicitas stieg dazu in einen Zauberkasten, der von seinen Zauberkollegen mit Schwertern durchbohrt wurde. Doch irgendwas läuft bei dem Zauber schief und Felicitas kam als niedlicher Stoffhase zum Vorschein. Felicitas’ Mama in der ersten Reihe kann da nicht lachen. Zum Glück hilft ein weiterer Zauberspruch und die kleine Anholter springt wohlbehalten aus der Kiste. Schwein gehabt!

Schön zu sehen an diesem Nachmittag: Nicht nur die gebannten Gesichter im Publikum und die Freude der Kinder in der Manege, nein, auch die Klassenkollegen, die nicht gerade aktiv waren, klatschten eifrig mit. Und feuerten an. Ein einmaliges Zirkuserlebnis, das sowohl die Besucher als auch die kleinen Artisten sicher so schnell nicht vergessen werden.