In Bienen wurde der große und kleine Müll weggeräumt

Die Heimatfreunde Rees-Bienen trafen sich zur alljährlichen Dorfreinigung.
Die Heimatfreunde Rees-Bienen trafen sich zur alljährlichen Dorfreinigung.
Foto: FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
Am Samstagmorgen um 9 Uhr war es mal wieder so weit: Der Heimatverein Rees-Bienen rückte zur Reinigung des Dorfes aus. Es gab eine Menge großen und kleinen Müll.

Bienen..  Es gibt sie mittlerweile in unzähligen Orten, die Aufräumaktionen von Vereinen und Gruppen. Wenn der Müll die Überhand gewinnt, sind immer öfter die Menschen vor Ort gefragt. In Bienen und Umgebung haben dies die Heimatfreunde Bienen – Grietherbusch – Grietherort in die Hand genommen.

In Warnwesten laufen sie an diesem Samstag an den Hauptstraßen und im Ortskern umher. Mit Handschuhen, Greifzange und Mülltüten bewaffnet, um den Müll aufzusammeln, den andere rücksichtslos liegen lassen. Oder aus fahrenden Autos werfen. Da dürfen natürlich die Essens- und Verpackungsreste von der nahen Fastfood-Kette ebenso wenig fehlen wie obligatorische Glas- und Plastikflaschen.

An der Emmericher Straße (B8) ist unter anderem Norbert Mey aktiv. „Das Plastik ist besonders wichtig“, meint er. Papier würde sich wenigstens noch irgendwann und irgendwie zersetzen. Aber das Plastik bleibt. Vor nicht allzu langer Zeit sind an dieser Stelle allerdings Mähfahrzeuge zum Einsatz gekommen, so dass der meiste Müll in kleinen Fetzen am Straßenrand liegt. Das macht die Arbeit verdammt mühsam. Es ist nahezu unmöglich, alles aufzusammeln.

Vorsitzender ist entsetzt

Auch der Vorsitzende der Heimatfreunde, Hans Schlaghecken, ist entsetzt, „was und wohin die Leute alles wegschmeißen“. Ob Autoreifen und Flaschen, selbst eine Löwenuhr aus Keramik haben seine Leute auf dem Weg nach Grietherbusch eingesammelt. „Das ist schon verrückt“, meint er. Zeigt gleichzeitig wenig Verständnis für all jene, die ihren Unrat nicht selbst entsorgen.

Auch er ahnt, dass sie längst nicht alles mitnehmen können. „Das schaffen wir gar nicht.“ Zumal mit etwa 15 Helfern auch etwas weniger als im vergangenen Jahr dabei waren. Ferienzeit und private Verpflichtungen haben den einen oder anderen gehindert.

Auch die Unterstützung aus den Nachbarortschaften, die von den Heimatfreunden ebenfalls mitbearbeitet werden, ist ausbaufähig. „Wir haben jetzt vier Gruppen à drei bis vier Helfer“, erläutert Schlaghecken. Sie seien im Ortskern Bienen, auf den Straßen Richtung Millingen und Hueth sowie Androp und Grietherbusch unterwegs. Seit 9 Uhr sind die fleißigen Sammler auf Achse. Da ist es Ehrensache, dass mittags eine heiße Suppe an der Bürgerhalle auf sie wartet. Die Fläche rund um die Halle wird von den Heimatfreunden wöchentlich in Schuss gehalten. Damit in Bienen immer alles schön sauber ist.