Impulse für die Sprache setzen
21.02.2012 | 16:50 Uhr 2012-02-21T16:50:00+0100
Emmerich. Romina Manthey und Elisabeth van de Sandt leiten nun ein Logopädiezentrum. Mit neuem Titel starten sie eine neue Ära
Sie setzen einen Impuls. Einen Impuls für die Sprache. Mit einem neuen Namen startet ein bewährtes Team ab heute mit frischem Wind seinen beruflichen Alltag: SprachImpuls - Praxis für Logopädie und Lerntherapie. Elisabeth van de Sandt (27) und Romina Manthey (26) übernehmen die Leitung der ehemaligen Praxis für Logopädie Koolenbrander und Kollegen Am Halben Mond 4. Am Standort Emmerich hat sich die Einrichtung zur Sprecherziehung seit dem Jahre 1996 etabliert.
Etabliert haben sich dort auch die beiden neuen Inhaberinnen, denn sie sind seit bereits vier Jahren dort tätig. Das Team, zu dem drei weitere Logopädinnen gehören, betreut fast alle Kindergärten Emmerichs. „70 Prozent unserer Patienten sind Kinder, die wegen Aussprachestörungen therapiert werden“, weiß van de Sandt zu berichten. Typisch seien dabei, so die junge Frau, Verwechslungen der Buchstaben K und T. Des Weiteren gehören Sätze wie „Ich gehe zur Sule“, anstatt „Ich gehe zur Schule“ zum gewohnten Muster dieses logopädischen Störungsbildes.
Wenn der Sprachstart schwer fällt
„In der Regel werden die Kinder einmal wöchentlich therapiert“, erklärt die Expertin, die sich schwerpunktmäßig um Erwachsene kümmert. Bei den „großen“ Patienten werden beispielsweise Schluckstörungen nach einem Schlaganfall behandelt. Aber auch Kinder mit einer Lese- und Rechtschreibschwäche therapiert sie: „Wir üben sehr spielerisch mit den Kleinen, denn sie lernen nur, wenn sie Spaß an der Sache haben“, kennt sie sich aus.
Im Bereich der Frühförderung für Zweijährige, denen der Sprachstart schwer fällt, hat sich ihre Kollegin Manthey spezialisiert. Mit dem Heidelberger Elterntraining bietet sie darüber hinaus den Erziehern Tipps und Anregungen zur Sprachförderung im Alltag. Die Eltern spielen generell eine wichtige Rolle. Sie sind es, die den Stein auf dem Weg zur einwandfreien Sprache durch eine Behandlung ins Rollen bringen, so die Logopädinnen. Um deren Wissensdurst zu stillen, halten sie Vorträge in verschiedenen Einrichtungen wie der Familienbildungsstätte gehalten. Gerne stehen die Mitarbeiterinnen der neuen Praxis für alle Fragen auf dem Gebiet der Sprachtherapie jederzeit zur Verfügung.
„Das schönste Erlebnis bei unserer Arbeit ist natürlich der Therapieerfolg am Ende“, so van de Sandt. Und das ist sicherlich im Sinne aller Beteiligten.
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