Immer wieder neue, perfekt inszenierte Varianten

Hochelten..  „Mise en Scene“ (französisch für „in Szene setzen“) hieß das Zauberwort, mit dem es dem niederländischen Chor Carmina ludens aus Nimwegen gelang, seinen Zuhörern durch kleine Szenen, Beleuchtungswechsel und eine unterschiedliche Aufstellung der Chorgruppen ein abwechslungsreiches Konzert zu bieten. In der gut besetzten St.-Vitus-Stiftskirche bezog der Chor zum Thema „Kind des Lichts“ auch die Besucher ein. Die Verkündigung des Engels, die Geburt des Kindes, die Feier an der Krippe und schließlich die Ankunft der drei Magier erlebten die meist niederländischen Zuhörer in immer neuen, perfekt inszenierten Varianten.

Mit einer Ouvertüre stimmten drei Instrumentalisten (Violine: Thomas Ruffmann, Trompete: Dick Dekker, Gitarre: Leo de Kruis) ihr Publikum auf das Spiel ein. Die Zuhörer sangen gern das bekannte niederländische Weihnachtslied „Ein Kind ist uns geboren“ mit. Nach einem Gedicht von Rainer Maria Rilke komponierte Morton Lauridsen ein französisches Lied mit modernem Sound („Contre Qui, Rose“)

Die Leiterin des Chores, Monique Verhoeven, setzte das Programm fort mit der Musik zu Worten von Ange-lus Silesius: „Maria wird genannt“, die von den 15 Chorstimmen in deutscher Sprache präsentiert wurde. Monique Verhoeven verstand es, einen sehr homogenen Chorklang zu schaffen. Angefangen von den dezenten Sopranstimmen – auch bei hohen Tonlagen – und andererseits sehr weichen und trotzdem klaren, tiefen Bässen.

Nach einem weiteren Lied aus dem Weihnachtsmusical „Wir alle sind Kinder des Lichts“, dessen Text Cäcilia Halbig in deutscher Sprache zunächst vortrug, erklang das „Magnum mysterium“, das die Geburt Jesu beschreibt, mit einem zart ausklingenden Abschluss vor der in der Mitte des Altarraumes aufgestellten Krippe.

Chormitglieder dekorierten sie und bedachten sie mit Geschenken; dazu erklang „O Jesulein süß“. Monique Verhoeven begleitete dies auf dem Knopfakkordeon. Ein schwungvoller spanischer Tanz (riu riu riu) setzte die Freude über die Geburt fort. Mit einer Komposition von Francis Poulenc (Als die Weisen den Stern sahen, wurden sie von einer großen Freude überwältigt) endete die Reise durch die Festzeit.

Fazit: ein sehr ausgewogenes Pro-gramm mit einer überdurchschnittli-chen Chorleistung.